Jürgen Habermas has not given any interviews to the major German newspapers on the occasion of his 90th birthday. But he has given a short interview to a newspaper journalist, Andreas Arnold, from Gummersbach near Cologne - his place of birth. The interview has now been published on the web site of "Kölnische Rundschau": "Ein Gespräch über Heimat, Europa und die Zukunft" (Kölnische Rundschau online, July 8, 2019) Excepts: Q: Womit kann man Ihnen eine Freude machen, wenn man Sie heute beschenken möchte? A: "Am meisten habe ich mich gefreut, als mir meine Kinder vor Jahrzehnten bei einem runden Geburtstag einen Maulwurf aus Stoff schenkten – sie hatten mich bei meinem vergeblichen Kampf gegen die Maulwürfe im Garten beobachtet. Wie schon Marx wusste, ähnelt das Denken der Philosophen am ehesten der unterirdischen Wühlarbeit dieser Tiere. Sie sind blind, erkennen aber Widerstände und geben trotzdem nicht auf." Q: In Ihrem Studium haben Sie sich mit Philosophie, Geschichte, Psychologie, deutscher Literatur und Ökonomie befasst. Was war damals eigentlich Ihr Berufswunsch? A: "In meinem Abiturzeugnis habe ich „Journalist“ als Berufswunsch angegeben. Ich hatte schon während der letzten Jahre auf dem Gymnasium Film- und Theaterkritiken geschrieben; das habe ich als Student etwas professioneller bei Otto Vormstein auf der Lokalredaktion des „Kölner Stadtanzeigers“ fortgesetzt. Für Philosophie, Psychologie und Genetik habe ich mich schon früh interessiert; aber es wäre Größenwahnsinn gewesen, mit dem Ziel zu studieren, später einmal Professor zu werden." Q: Welchen Stellenwert haben Religion, Kirche und Glauben in Ihrem Leben? A: "Ich bin nicht religiös, aber wenn ich die Diskussionen des hohen Mittelalters verfolge oder Luther lese, denke ich manchmal, ich wäre auch ein guter Theologe geworden." Q: Die Europawahl ist gerade vorbei. Sie gelten als Anhänger eines großen Europa. Wenn Sie sich an Ihrem Geburtstag wünschen könnten, wie Europa in zehn oder 20 Jahren ausschaut, was würden Sie sagen? A: "Ich glaube, dass die wachsende wirtschaftliche und soziale Ungleichheit innerhalb der Mitgliedsländer der Währungsgemeinschaft und vor allem zwischen ihnen ein Sprengsatz ist, der nur durch eine politische Euro-Union und eine engere Kooperation auch auf den Gebieten der Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik entschärft werden kann. Für die Hauptursache halte ich den rücksichtslosen Wirtschaftsegoismus, den die Bundesrepublik mit unschuldigem Augenaufschlag seit 2010 betreibt. Wenn man dem dramatischen Verfall der Kooperationsbereitschaft und der politischen Kultur in Europa weiter zuschaut, kann der Moment der Wahrheit erst eintreten, wenn die Rechtspopulisten die Mehrheit in Parlament und Rat übernehmen und beim Versuch, die EU abzuwickeln, feststellen müssen, dass sie es gar nicht können – weil sie sehen, dass der Schaden zu groß wäre."
“Opening Remarks”, Danielle Allen (Harvard) and Michael Rosen (Harvard)
Panel: “Rawls and the Project of Modern Political Philosophy”, Leif Wenar (King's College, London), Katrina Forrester (Harvard), Kenzie Bok (Harvard). Chair: Eric Nelson (Harvard)
Keynote Lecture: ”Rawls on Equality - Looking Back at A Theory of Justice",Thomas Scanlon (Harvard). Chair: Michael Rosen (Harvard)
Panel: “Morality, Reciprocity, Political Justice”, Stephen Darwall (Yale), Samuel Scheffler (NYU), Danielle Allen (Harvard). Chair: Erin Kelly (Tufts)
Panel: “Religion and Democratic Society”, Andrew March (Massachusetts), Paul Weithman (Notre Dame), Jeremy Waldron (NYU). Chair: Eric S. Gregory (Princeton)
Panel: “Social Inequality & Economic Justice”, Joseph Fishkin (Texas), Gina Schouten (Harvard), Lucas Stanczyk (Harvard). Chair: Eric Beerbohm (Harvard)
Keynote Lecture:“John Rawls's Theory of the Good",Christine Korsgaard (Harvard). Chair: Arthur Applbaum (Harvard)
Panel: “Humanity and the Future”, Partha Dasgupta (Cambridge), Clark Wolf (Iowa State), Anja Karnein (SUNY Binghamton). Chair: Johann Frick (Princeton)
In memory of the Hungarian philosopher Ágnes Heller, who died on July 19, Jürgen Habermas wrote a comment in “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (July 22, 2019):
“Ágnes Heller war eine Philosophin der alten Schule. Als ich sie Mitte der sechziger Jahre bei Iring Fetscher in Frankfurt kennenlernte und ihr bei den jährlichen Treffen der Praxis-Philosophen auf der Insel Corcula wiederbegegnete, erschien sie uns, bei aller Verwandtschaft in der kritischen Orientierung ihrer Gedanken, als die junge, bestechende Verkörperung eines philosophischen Profils, das wir aus der Generation unsrer Lehrer kannten. Aus unserer Perspektive hatte sich unter den interessanteren Kollegen des "Ostblocks", wie man damals sagte, ein Erbe des deutschen Idealismus erhalten - eine vom Fallibilismus der Wissenschaften noch unberührte Selbstgewissheit, die wir aus der zeitgenössischen Philosophie der westlichen Länder nicht mehr kannten. Dieses ungebrochene philosophische Selbstbewusstsein verband sich bei der jungen Ágnes Heller mit der Frische eines unbefangen-offenen Geistes - und traf wohl überhaupt einen Zug an der Mentalität jener Schüler, die sich im Budapest der fünfziger Jahre um Georg Lukács versammelt hatten. Aber diese Beobachtung konnte den Blick auf die geistige und politische Unabhängigkeit, den humanistischen Impuls und die wissenschaftliche Produktivität dieser Gruppe nicht verstellen. Das Bewusstsein geistiger Souveränität war wohl auch ein Schutzschild für Ágnes Heller und ihre Freunde, die nach der Niederschlagung des Aufstandes von 1956 als politische Dissidenten verfolgt und schließlich zur Emigration genötigt wurden.
Im Laufe der Jahrzehnte habe ich gelernt, in diesem idealistischen Selbstverständnis und dem Gefühl, ja, einer gewissen Berufung zur Philosophie nur eine andere Seite des bewundernswert festen Charakters einer stolzen, zugleich mutigen und lebensklugen Frau zu sehen. Angesichts der Präsenz dieser starken Persönlichkeit frage ich mich, ob nicht den Lesern, die nur ihre Bücher kennen, ein guter Teil der Energie und der Leidenschaft dieser Autorin unzugänglich bleiben muss. Das mag für ihr erstes, 1967 in Ungarn erschienenes Buch "Der Mensch in der Renaissance" am wenigsten zutreffen: An dieser Epoche und ihren großen Erscheinungen feiert Ágnes Heller ganz unverstellt den humanistischen Geist und die in ihm kristallisierten Tugenden. Was sie als Philosophin auszeichnet und mit Hannah Arendt tatsächlich verbindet, ist die Fähigkeit, diese Emphase für erhebende Ideen mit den verblüffend einfachen Evidenzen alltagskluger Erfahrungen und Weisheiten zusammenzuführen.
Ágnes Heller ist eine Philosophin im alteuropäischen Sinne. In ihrem Denken spiegelt sich ein ungewöhnliches Leben, eine schmerzhafte Lebensgeschichte. (….)
Ágnes Heller hat sich nicht als Intellektuelle verstanden; sie hat auf ihre Weise als Philosophin gelebt. Und daraus die Kraft geschöpft, an den Widerständen des Zeitalters nicht zu zerbrechen.”
The new issue of "Philosophy & Social Criticism" (July 2019) features a symposium on Honneth's two books: "Freedom’s Right" and "The Idea of Socialism". The articles are based on papers presented at a workshop with Axel Honneth in March 2018 at the University of Rome. Giorgio Fazio & Alessandro Ferrara - "Introduction" [Abstract] Alessandro Ferrara - "Social freedom and reasonable pluralism: Reflections on Freedom’s Right" [Abstract]
Giorgio Fazio - "From Hegel to Foucault and back? On Axel Honneth’s interpretation of neoliberalism" [Abstract]
Marco Solinas - "Immanent teleologies versus historical regressions: Some political remarks on Honneth’s Hegelianism" [Abstract]
Eleonora Piromalli - "Socialism through convergence, or: Why a socialist society does not need to be a fraternal community" [Abstract]
Stefano Petrucciani - "Rethinking socialism with Axel Honneth" [Abstract]
David M. Rasmussen - "Can socialism move beyond political liberalism without accommodating pluralism?" [Abstract] Axel Honneth - "Recognition, democracy and social liberty: A reply"
Overview. Raymond Geuss's crititical essay on Jürgen Habermas and some responses: 1. Raymond Geuss - "A Republic of Discussion. Habermas at Ninety" (June 18, 2019) [See the full German version here.]
Excerpts: Is “discussion” really so wonderful? Does “communication” actually exist? What if I were to deny that it does? (....) Discussions, even discussions that take place under reasonably favorable conditions, are not necessarily enlightening, clarifying or conducive to fostering consensus. In fact, they just as often foster polemics, and generate further bitterness, rancor and division. Just think of Brexit. I get along with most people better the less I know about what they really think and feel. (....) When I talk with Brexiteers, I certainly do not assume that what Habermas calls the “power of the better argument” will be irresistible. And I am certainly very far from assuming that an indefinite discussion conducted under ideal circumstances would eventually free them from the cognitive and moral distortions from which they suffer, and in the end lead to a consensus between them and me. What makes situations like this difficult is that arguments are relatively ineffectual against appeals to “identity. (.....) There is good reason to be skeptical about the main thesis Habermas proposes in this context: that the main contemporary problem is a deficit of legitimacy for social institutions, and that this can be remedied by developing a theory of communication. First of all, as has been mentioned above, it is a Kantian prejudice that “legitimation” is the basic problem of philosophy or even the basic problem of philosophy in the modern era. It is even less plausible to think that it is the basic social problem of the modern world. Then, Habermas’s conception of “discourse-without-domination” makes no sense: communication has no stable, invariant structure, certainly not one that would allow us to infer from it criteria for a universally valid set of norms, and for the identification and criticism of all forms of domination. In other words, there is no communication, at any rate in the following sense: there is no rule-governed form of linguistic behavior that is necessarily oriented to universal norms that are implicit in it, can be anticipated and are always presupposed by those who participate in that form of behavior. (......) The foolish claim that “we live in the best of all possible worlds” is not the best defense of the status quo. It is much more effective to hide one’s affirmation of the given social and economic structures, while trumpeting the opportunities one’s philosophy provides for criticizing a wide variety of individual flaws, defects and inadequacies. An ideology of “discursive criticism” also has much better chances of establishing itself because of certain psychological advantages it gives to those who adopt it. It is well suited to absorb, deflect and channel destructive energies that might otherwise get out of hand, by, thanks be to Kant, imposing discipline on existing discontent and dissipating it in small packets of reformist criticism of individual imperfections and blemishes of the social system. 2. Seyla Benhabib - "Jürgen Habermas’s 90th Birthday" (July 2, 2019)
Excerpts: Geuss reduces the complex architectonic of Habermas’ theory of communicative action which blends language analyses with social theory and a critique of contemporary capitalist societies, into a series of insultingly simple-minded propositions. (.....) That Geuss is not interested in Habermas’s complex and subtle defense of democratic constitutionalism, as discussed in Between Facts and Norms (Faktizität und Geltung) is nowhere more evident than in his claim that discussions are “not necessarily enlightening, clarifying or conducive to fostering consensus.” That is undoubtedly sometimes the case, but if we desist from engaging in discussion altogether, if we cease to try to persuade each other with the best arguments possible as we believe them to be, if we do not seek to understand each others’ reasons and reasoning, then there can be no democracy, no parliamentarism. Period. (.....) Let us listen carefully to what Putin is saying, because the battle lines are drawn: a new authoritarianism that is sweeping across the globe from Brazil to Turkey, from Hungary to India, is upon us. It intends to destroy democratic constitutionalism, the liberal culture of tolerance and diversity and yes — pace Geuss — government based on the idea of reaching agreement among citizens and residents of a polity who show one another equal respect. In this current climate, whether we criticize liberalism à la Rawls or à la Habermas, it is incumbent upon us to state more clearly where we draw the lines between an internal critique of liberal democratic constitutionalism and autocratic authoritarianisms — lest we end up with strange bedfellows! 3. Martin Jay - “The Liberal Idea Has Become Obsolete” - Putin, Geuss and Habermas" (July 5, 2019)
Excerpts: Let me begin by conceding that the current political discourse in liberal democracies—Geuss’s main case is the cacophonous Brexit debate, but it would be easy to give other examples on both sides of the Atlantic—provides ample evidence that we are a long way in practice from Habermas’s ideal speech situation. Of course, he always posited it as a counterfactual, which could only be approached asymptotically with no guarantee that we are going in the right direction. Like the democracy that is always “to come,” as Derrideans are wont to say, or “the perfect union” that is always a task, not an accomplished state of affairs, it is an aspirational goal. By making the obvious point that we have not yet achieved it, does it follow that its function as such a goal is negated? (....) Ironically, Habermas’s own study of The Structural Transformation of the Public Sphere ruefully concluded that the institutional breakthrough that was the bourgeois public sphere was losing ground in the late twentieth-century, when media manipulation was overwhelming the power of the better argument. Rather than being a starry-eyed utopian, he showed himself to be realistic about the obstacles to communicative rationality, even if the ideal, once articulated, was hard to suppress entirely. Although he later postulated a latent telos of communicative rationality in discursive interactions, it was always a regulative ideal and never a constitutive one. Only weakly transcendental, it has always been understood as dependent on specific circumstances for its potential actualization. 4. Raymond Geuss - "Professor Benhabib and Jürgen Habermas" (July 7, 2019) Excerpts: I stopped reading what Habermas wrote in about 1980 when I discovered that he continued to be committed to pursuing a general line which seemed to me a dead end. I did, in fact, read a further one of his books, Diskurs der Moderne, when I was asked to review it, but I thought it was a tissue of misunderstandings, and so that was my last attempt to keep up with his writing. (.....) I wrote a short essay in German about what I remembered about Habermas (and also T.W. Adorno and John Dewey) on communication. I praised Dewey for his open-ended idea of communication as an empirical process with potentially changing rules, and also Adorno for his criticism of liberal claims about the universality of the communication of truth. In doing so, I contrasted their views with those of Habermas, who held that communication had invariant, universal rules which imposed rules of behaviour on all speakers. In the sense in which Habermas used the term, ‘communication’, I thought, did not exist. My main target, just to repeat, is transcendentalism (or, in Habermas’ formula, ‘quasi-transcendentalism’ which seems to me in fact to amount to the same thing). (.....) I note that the position I outlined was not that what we usually call ‘communication’ is never possible or never a good thing, only that Habermassian ‘transcendental theory of communicative action’ was an illusion. Now perhaps I am wrong about this, although I see no reason in Professor Benhabib’s text to think so. 5. Seyla Benhabib - "Contra Geuss: A Second Rejoinder" (July 7, 2019) Excerpts: Geuss’s principal critique of Habermas is that the program of searching for “transcendental conditions of communication” is a philosophical failure. This is a perfectly legitimate philosophical disagreement but Geuss simply does not state the problem precisely. Habermas is NOT searching for transcendental or quasi-transcendental conditions of communication überhaupt; rather, in the tradition of speech-act theory, he is analyzing the conceptual presuppositions which we as speaking agents make in order for our utterances to be intelligible to each other. The distinction here is between “knowing what” and “knowing that,” or between implicit and explicit knowledge. Speech acts are embedded in communicative actions in the lifeworld. (.....) As one of my mentors at Harvard, Judith Shklar argued convincingly, society is dependent for its functioning upon a certain hypocrisy and many of us do not even know our “deepest opinions, feelings and motivations.” But democracies cannot simply be republics of hypocrites. Sometimes, somewhere we must speak truth to power and to each other if we are to succeed in living together with respect and dignity. 6. Michael J. Quirk - "Why I Believe in Communicative Action: A Response to Geuss" (July 9, 2019) Excerpts: (.....) you can de-transcendentalize Habermas and still have an intelligible way of talking about the need for undistorted communication as a central element in liberal democratic discourse. Habermas de-transcendentalized is shorn of the Kantian emphasis on the rigid distinction between fact and norm, and the political-moral priority of the Right over the Good. But for all that transcendental baggage Habermas rightly views political communication — in the form of public discussion of common goods and individual rights, where each communicator is considered an equal, and each communicant is committed to interpretive charity and “the power of the better argument” — as central to liberal, democratic, republican politics. (....) What Dewey was advocating, along with Whitman and Lincoln, was this democratic culture, democracy as the very form of community life. So while Habermas is guilty of overreach in insisting that this culture requires a synthetic a priori of communicative competence, Geuss is similarly overreaching when he assumes that, without such an a priori, we are mysteries to each other as well as ourselves, adrift in the morass of late-modernity where ignorant armies clash by night, and wind up delivering Brexit and Donald Trump. Dewey’s defense of liberal republican democracy — participatory, deliberative, and discursive democracy — is not a matter of theory. But as a kind of shared attunement and set of shared judgments, it is a culture, and a pretty desirable one given the present alternatives.
Jürgen Habermas' lecture "Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" at the Goethe University in Frankfurt on June 19, 2019. Habermas' lecture begins at 18:16. (A fire alarm interrupted Habermas's lecture at 39:10. It has been cut out.) See Habermas paper here: "Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" (PDF).
On June 19, Jürgen Habermas gave a public lecture on “Moralität und Sittlichkeit” at the Goethe University Frankfurt. Nearly 3000 people attented the event - 600 in Hörsaal HZ1, where Habermas gave his lecture, and over 2000 were following the event on video screens in other locations at the university. Among the invited guests were Axel Honneth, Richard Bernstein, Seyla Benhabib, Cristina Lafont, Thomas McCarthy, Oskar Negt, Claus Offe, and Nancy Fraser. Four reports from the events: Thomas Assheuer in Die Zeit [NEW] Felix Kämper in Süddeutsche Zeitung Martin Steinhagen in Frankfurter Rundschau Michael Hierholzer in Frankfurter Allgemeine Zeitung Miryam Schellbach in Tageszeitung + my photos:
Birthday greetings to Jürgen Habermas in the newspapers:
In the culture section of "Die Zeit" (June 13): Alexander Cammann, Peter E. Gordon, Karl Heinz Bohrer, Martin Seel, Zhang Shuangli, Richard J. Bernstein, Eva Illouz, Manfred Frank, Armin von Bogdandy, Rahel Jaeggi, Kenichi Mishima, Helga Nowotny, Hartmut Rosa, Claus Offe, Rainer Forst, Axel Honneth, Andrea Sangiovanni, Rajeev Bhargava, Agnes Heller, Christoph Menke, Seyla Benhabib, Sigmar Gabriel, Ivan Krastev. In the culture section of "Neue Zürcher Zeitung" (June 16): Stefan Müller-Doohm, Georg Kohler & Wolfgang Hellmich. Otfried Höffe - "Ein deutscher Voltaire" (Frankfurter Rundschau, June 18) Arno Widmann - "Der gute Hirte der BRD" (Frankfurter Rundschau, June 18)
Heribert Prantl - "Der Philosoph der Entängstigung" (Süddeutsche Zeitung, June 17). Klaus Kaube - "Die Vernunft in der Gesellschaft" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, June 18)
* * * The President of Germany congratulates Jürgen Habermas Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas zum 90. Geburtstag am 18. Juni gratuliert. Der Bundespräsident schreibt: "Meine Glückwünsche gelten einer Stimme der kritischen Vernunft, die weit über Deutschland hinaus in der ganzen Welt Gehör gefunden hat – einem Aufklärer, der die Abgründe der Moderne durchmessen hat, ohne den bleibenden Anspruch einer Emanzipation des Menschen aufzugeben. Die philosophische Anstrengung, der Auflösung von allgemeinen Handlungsmaßstäben in historischen oder kulturellen Relativierungen zu begegnen, verdient Beachtung und Respekt auch der Politik. Denn sie hat wachsende politische Bedeutung in unserer Ära der Globalisierung, die der normativen Verständigung dringend bedarf. Eine verbindliche Ethik jedoch nicht nur zu behaupten, sondern aus ihren sozialen Bedingungen herzuleiten und zu begründen, dies ist zu Ihrem eigentlichen Projekt geworden. Sie haben damit die Möglichkeit des Dialogs und die Erreichbarkeit einer Friedensordnung gezeigt.
"Kleine politische Schriften" nannte Ihr Verlag mit Sinn für bundesrepublikanische Nüchternheit Ihre politischen Interventionen, die gleichwohl und zu Recht große Resonanz gefunden haben. Die Sprachkraft Ihrer Essays hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschaft die Bedeutung der liberalen Demokratie als Lehre aus den deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verinnerlicht hat. Einer Demokratie, die sich nicht in nationaler Identitätsverengung genügt, sondern sich europäisch vernetzt und verbunden weiß. Sie werben mit intellektueller Leidenschaft für die europäische Verantwortung Deutschlands. Ihre Ermahnung, dass die Europäische Union mehr politischen Gestaltungswillen und mehr Solidarität benötigt, um im globalen Rahmen als gelingendes Beispiel des Friedens gelten zu können, ist heute besonders nötig und wertvoll." The Mayor of Munich congratulates Jürgen Habermas. Goethe University congratulates Habermas. Birgitta Wolff, Angela Dorn, Kyra Beninga, Rainer Forst, Klaus Günther, Ferdinand Sutterlüty, Martin Saar, Thomas M. Schmidt, and Brigitte Geißel.
"Lübecker Nachrichten" (June 14, 2019) has an interview with Professor Oskar Negt, who was one of Habermas's assistents in the 1960s: "Oskar Negt über Jürgen Habermas" Excerpts: Q: Was haben Sie vor allem von ihm gelernt? A: "Eine nicht opportunistische Haltung. Das heißt eine Haltung, in der er bestimmte Linien konstant weiter verfolgte und sich auf jedes Gespräch einließ. Habermas gehört für mich zu jenen Personen, die argumentationswütig waren, wenn man das so sagen kann. Manchmal hat er auch im Gespräch die Argumente gegen sich gestärkt, um die Diskussion nicht abbrechen zu lassen." Q: War er einflussreicher als Philosoph oder als öffentliche Figur? A: "Ob als Philosoph, das werden wir wahrscheinlich jetzt bei den Veranstaltungen zu seinem Geburtstag am 19. und 20. Juni erfahren. Für mich persönlich war er einflussreich als ein politischer Intellektueller, der bei allen prekären gesellschaftlichen Problemlagen interveniert hat. Und zwar auf der Linie, die in Deutschland eher diskreditiert war: auf der Linie der Aufklärung. Die hat er konsequent verfolgt, und darin liegt auch seine große Bedeutung. Für mich liegt in seinen kleinen politischen Schriften sein eigentlicher Einfluss."
The culture section of the German weekly "Die Zeit" (June 13, 2019) features 23 articles in honor of Jürgen Habermas, who turns 90 on June 18:
Alexander Cammann - "Ein genialer Typ" Peter E. Gordon - "Seine Philosophie har die Lehren der Katastrophe verinnerlict" Excerpt: "Die bürgerliche Gesellschaft sei fest mit Privilegien verbunden, ihre Institutionen aber enthielten nichtsdestoweniger glaubhaft "die Idee ihrer eigenen Aufhebung". Dieses doppelte Bewusstsein bleibt einer der größten Vorzüge von Habermas’ Kritischer Theorie: Die normativen Energien, die wir für den sozialen Wandel brauchen, stehen uns bereits in dem unerfüllten Versprechen der öffentlichen Vernunft selbst zu Gebote. Sein Leben lang ist Habermas diesem Ideal treu geblieben. Dafür sollten wir ihm ewig dankbar sein."
Karl Heinz Bohrer - "Eine Erscheinung. Wie ein impulsiver Künstler" Excerpt: "Er könnte ein Maler, ein Dichter sein, eine Erscheinung, von der man Unerwartetes erwartet, die überrascht. Dem entspricht eine bei seinen philosophischen Zeitgenossen – sei es Niklas Luhmann oder Dieter Henrich – unvorstellbare Eigenschaft: die Neigung zu metaphorisch ausgestatteten Zornausbrüchen, zur explosiven, blumigen Schmährede, wenn es sich denn so ergibt – öffentlich, aber auch sehr gerne privat. Impulsivität! Nicht bloß, weil er ein Rheinländer ist."
Martin Seel - "In Machinenraum des Denkens" Jürgen Habermas (2016): "Wenn wir die Struktur der Sprache ohne Reserve verstehen wollen, müssen wir ihre Widerstandskraft gegenüber allen Tendenzen ihrer ideologischen Bereinigung beim Wort nehmen. So hat es bereits der junge Johann Gottfried Herder in seinen Fragmenten Über die neuere deutsche Literatur von 1767 gesehen. Angesichts zeitgenössischer Bemühungen, den Spielraum der Sprache einzuengen, besteht er darauf, "daß das Reich einer lebendigen Sprache Demokratie ist; das Volk regiert, und duldet keine Tyrannen: der Sprachgebrauch herrscht und ist schwer zu bändigen"".
Rainer Forst - "Was auf Spiel steht" Excerpt: "Er lässt freilich die Metaphysik Platons ebenso hinter sich wie die Kants und sucht die "transzendenz von innen", wie er dies einmal nannte, in der Rationalität, die in unserer alltäglichen kommunikativen Praxis selbst angelegt ist. Die Welt der Vernunft, in der Freie und Gleiche einander respektieren und sich diskursiv selbst bestimmen, ist damit Teil unserer Welt und weist doch weit über sie hinaus. Denn so frei und gleich sind wir faktisch nie. Und sind es doch, kontrafaktisch."
Axel Honneth - "Ein Spurenleser" Excerpt: "Wirft man einen Blick in das im Herbst erscheinende Riesenwerk Auch eine Geschichte der Philosophie, so kann man sich eines Schmunzelns nicht erwehren; wer sich im Alter bislang unverarbeitete Etappen der Philosophiegeschichte gänzlich neu anzueignen vermag, der kann seinen jugendlichen Wissensdurst und seinen stupenden Verarbeitungswillen nicht verloren haben. Und plötzlich weiß man, was einen an der Person stets am stärksten beeindruckt hat: gewiss die ruhelose Intellektualität, auch die synthetisierende Kraft des Denkens, vorrangig aber der jung gebliebene Wille, in allem, was theoretisch verfügbar ist, die Spuren einer sich in der Geschichte entfaltenden Vernunft der intersubjektiven Verständigung offenzulegen."
Andrea Sangiovanni - "Jürgen und Jack" [John Rawls] Rajeev Bhargava - "Ein neuer heller Stern" Agnes Heller - "Wir alle meinten, mit unserem Denken die Welt erlösen zu können" (interview) Excerpt: "Er blieb und bleibt als Philosoph ein anständiger Bürger, unabhängig von den Moden des Denkens. Mit dem politischen Tier Habermas habe ich immer sympathisiert, bei allen Unterschieden im Philosophischen. Heute bin ich auch mit seiner Philosophie der postsäkularen Gesellschaft einverstanden, in der die Religion ernst genommen wird. Aber der Mensch Jürgen Habermas ist mir viel wichtiger als die Frage, ob er Foucault verstanden hat. Würde ich eine Tragödie schreiben, so wäre Habermas der Held dieser Tragödie."
Christoph Menke - "Das Unbedingte und seine Verwirklichung" Excerpts: "Der Kritiker, der über das Wahre und das Falsche in Habermas’ Philosophie urteilen zu können meint, erkennt sich selbst als – Habermasianer." (.....) "Habermas denkt, dass die Verfahren des rationalen Diskurses und des liberal-demokratischen Rechtsstaats, die die Moderne ausgebildet hat, die Spannung zwischen Unbedingtheit und Verwirklichung in sich aushalten und austragen können: dass sie die institutionelle Lösung für ihr Zugleich sind. Aber das sind sie nicht; sie stellen diese Spannung still. Sie berauben die Wahrheit und die Gerechtigkeit ihrer Unbedingtheit."
Seyla Benhabib - "Wir sind keine Machinen. Wir sind Menschen" Excerpt: "Zu Recht kann sich Habermas den Titel des Weltbürgers mit Karl Jaspers teilen. Doch derzeit wird seine Idee einer deliberativen Öffentlichkeit, die ihre Bürger an ihren Entscheidungsprozessen beteiligt, durch die »postfaktische« Politik grundsätzlich infrage gestellt. Aus der Perspektive der politischen Philosophie gibt es keinen Zweifel daran, dass ein Verschwinden dieser kommunikativen Rationalität auch das Ende unserer Demokratien bedeutet."
Sigmar Gabriel - "Man sollte nie unvorbereitet zu ihm gehen" Excerpt: "Vor allem hier ist meine Partei Jürgen Habermas zu tiefem Dank verpflichtet, nicht nur weil die Sozialdemokratie seinem Denken und seinen Interventionen viele wichtige Impulse verdankt, sondern weil er stets zum unmittelbaren und auch persönlichen Gedankenaustausch bereit war."
Ivan Krastev - "Habe ihn nie zitiert" Excerpt: "Nachdem die europäische Demokratie in einer Krise steckt und die Notwendigkeit, sie zu bewahren, politisches und intellektuelles Engagement erfordert, ist mir klar geworden, dass man sich zur Verteidigung der demokratischen Regierungsform Europas hinter Jürgen Habermas’ Vision von demokratischer Politik stellen muss. So fühle ich mich wie Molières Monsieur Jourdain, als er entdeckt, dass er sein ganzes Leben lang Prosa gesprochen hat, ohne es zu wissen. Während ich dem Denken Dahrendorfs immer noch näher stehe, habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass ich als Habermasianer argumentiere."
On June 13-14, the University of Lodz hosts an international conference on Jürgen Habermas: "Normativity and Praxis: Celebrating the philosophical and intellectual achivements of Jürgen Habermas". The speakers are: Rainer Adolphi (Berlin) – "Lebenssphären und Lebensformen. Zur Tragweite der Max-Weber-Tradition bei J. Habermas" Hauke Brunkhorst (Flensburg) – "Kommunikative Vernunft und rächende Gewalt – Zur kritischen Theorie von Jürgen Habermas" Matthias Kettner (Witten/Herdecke) – "The Mystery of „Communicative Rationality“ dispelled" Peter Koller (Graz) – "Habermas Diskurstheorie des Rechts im Dilemma zwischen sozialtheoretischem Objektivismus und ethischem Normativismus" Georg Lohmann (Magdeburg) – "Habermas über Menschenrechte und Demokratie" Martin Matuštík (Tempe) – "Rituals and Algorithms: Postmetaphysical Thinking in Post-Secular Condition" Stephan Müller-Doohm (Oldenburg) – "Gibt es Grenzen nachmetaphysischen Denkens? Jürgen Habermas‘ Konzept von Normativität in der säkularisierten Gesellschaft" Alessandro Pinzani (Santa Catarina) – "Habermas and Capitalism" David M. Rasmussen (Boston) – "Populism and The Structural Transformation of the Public Sphere" Thomas M. Schmidt (Frankfurt) – "Prozedurale Demokratie und symbolische Repräsentation. Zur politischen Rolle von Religion in postsäkularen Gesellschaften" Gunnar Skirbekk (Bergen) – "Freedom of Expression. A Normative Justification of the Legal Protection of Freedom of Expression" [paper] Wang Xingfu (Shanghai) – "How Critical Theory Works in the Age of Decline"
A rumour that we hope is true: A public lecture by Jürgen Habermas at Goethe University Frankfurt on June 19, 2019 – the day after he turns 90 – with the title: “Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit”. Update May 31: Now confirmed! More information here.
The title refers to a lecture Habermas gave in 1982 at the University of Hamburg: "Über Moralität und Sittlichkeit – Was macht eine Lebensform ”rational”?. It was published in "Rationalität”, edited by Herbert Schnädelbach (Suhrkamp Verlag, 1984) and reprinted in Jürgen Habermas’s “Erläuterungen zur Diskursethik” (Suhrkamp Verlag, 1991), pp. 31-48. See also: * ”Moralität und Sittlichkeit: Treffen Hegels Einwände gegen Kant auch auf die Diskursethik zu?” (1986). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his ”Moral Consciousness and Communicative Action" (MIT Press, 1990). * “Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktische Vernunft” (1988). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Justification and Application” (MIT Press, 1993). *“Richtigkeit und Wahrheit. Zum Sinn der Sollgeltung moralischer Urteile und Normen” (1998). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Truth and Justification” (MIT Press, 2003).
On May 27, 2019, a book launching ceremony takes place at the university in Bad Homburg celebrating the launch of "The Cambridge Habermas Lexicon" edited by Amy Allen & Eduardo Mendieta (Cambridge University Press). See my post on the book here. Speakers: Matthias Lutz-Bachmann (Bad Homburg), Amy Allen (Pennsylvania State University), Eduardo Mendieta (Pennsylvania State University), Hilary Gaskin (Cambridge University Press), Rainer Forst (Frankfurt am Main) and Jürgen Habermas (Starnberg). More information here. Pictures from the event here.
The Cambridge Habermas Lexicon Ed. by Amy Allen & Eduardo Mendieta (Cambridge University Press, 2019) 850 pages From the Preface The Cambridge Habermas Lexicon is intended to be the “go to,” indispensable, and leading research tool for scholars, students, and general readers interested in the work of Jürgen Habermas. It is without doubt the most up-to-date resource on Habermas’s by now massive oeuvre, which spans nearly seven decades of philosophical and intellectual productivity. The Lexicon also aims to be an important bibliographical resource for those trying to make sense of the impact and reception of Habermas’s thought in twentieth- and early twenty-first-century European, North Atlantic, and global contexts. The editors are particularly honored and proud to include some of the top Habermas scholars from across the world. Habermas’s work has had a global reception, and the Lexicon aims to reflect this fact. Each entry aims to present the concept, figure, or philosopheme in question in a language that is thoroughly researched yet jargon-free, lucid, and comprehensive. Contents [PDF] Chronology of Jürgen Habermas I. TERMS 1. Aesthetics [PDF] - Pieter Duvenage 2. All-Affected Principle - Matthias Fritsch 3. Application and Justification - Rúrion Melo 4. Argumentation - Maeve Cooke 5. Authenticity - Alessandro Ferrara 6. Autonomy - Joel Anderson 7. Axial Age - Peter E. Gordon 8. Civil Disobedience - Juan Carlos Velasco 9. Civil Society - Jean L. Cohen 10. Colonization of the Lifeworld - Felipe Gonçalves Silva 11. Communicative Action - Hans-Peter Krüger 12. Communicative Competence - Amy Allen 13. Communicative Freedom - Peter Niesen 14. Communicative Power - Jeffrey Flynn 15. Communicative Rationality - David Strecker 16. Consensus - David Ingram 17. Conservatism - Robert C. Holub 18. Constitutional Patriotism - Dafydd Huw Rees 19. Constitutional State and Constitutionalization - Simone Chambers 20. Cosmopolitan Citizenship - Amos Nascimento 21. Counterfactual Presupposition - Federica Gregoratto 22. Critical Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 23. Critical Theory - Stefan Müller-Doohm 24. Deconstruction - Matthias Fritsch 25. Deliberative Democracy - Simone Chambers 26. Detranscendentalization - Melissa Yates 27. Discourse - Rúrion Melo 28. Discourse Ethics - Joseph Heath 29. Enlightenment - Matthias Lutz-Bachmann 30. Equality - Felipe Gonçalves Silva 31. Ethics and Morality - Adela Cortina and Jesús Conill 32. Europe - Dafydd Huw Rees 33. Facticity - Andrew Buchwalter 34. Feminism - María Pía Lara 35. Formal/Universal Pragmatics - Barbara Fultner 36. The Frankfurt School - Stefan Müller-Doohm 37. Free Will and Determinism - Joel Anderson 38. Functional and Social Integration - Todd Hedrick 39. Functionalist Reason - Todd Hedrick 40. Genealogy - Martin Saar 41. Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 42. Historians’ Debate - Robert C. Holub 43. Historical Materialism - Amy Allen 44. Human Nature - Lenny Moss 45. Human Rights - Regina Kreide 46. Ideal Speech Situation - David Rasmussen 47. Ideology - Robin Celikates 48. Illocutionary Force - María Pía Lara 49. Immanent Critique - Titus Stahl 50. Individuation - Allison Weir 51. Instrumental Reason - Melissa Yates 52. Intellectual - Max Pensky 53. Jewish Philosophy - Peter E. Gordon 54. Juridification - Daniel Loick 55. Justice - James Gordon Finlayson 56. Knowledge Anthropology - Amos Nascimento 57. Language and the Linguistic Turn - Cristina Lafont 58. Late Capitalism - Albena Azmanova 59. Law - Hugh Baxter 60. Learning Processes - David S. Owen 61. Legitimation - Joseph Heath 62. Lifeworld and System - Martin Hartmann 63. Linguistification - Maeve Cooke 64. Markets - Timo Jütten 65. Mass Culture - Chad Kautzer 66. Mass Media - Chad Kautzer 67. Migrants and Refugees - Juan Carlos Velasco 68. Modernity and Modernization - Alessandro Ferrara 69. Moral Development - Simon Laumann Jørgensen 70. Multiculturalism - Lorenzo C. Simpson 71. Multiple Modernities - Amy Allen 72. Naturalism - Melissa Yates 73. Nature - Steven Vogel 74. Performative Self-Contradiction - Lasse Thomassen 75. Philosophical Anthropology - Amos Nascimento 76. Philosophy of History - Camil Ungureanu 77. Philosophy of the Subject/Consciousness - Matthias Fritsch 78. Popular Sovereignty - Kevin Olson 79. The Positivism Debate - Robert C. Holub 80. Postcolonialism/Decoloniality - Eduardo Mendieta 81. Postliberal Society - Chad Kautzer 82. Postmetaphysical Thinking - Melissa Yates 83. Postmodernism and Poststructuralism - Daniel Loick 84. Postnational - Max Pensky 85. Power - David Strecker 86. Practical Reason - James Gledhill 87. Pragmatic Turn - Christopher Voparil 88. Pragmatism - Colin Koopman 89. Praxis - David Ingram 90. Principle of Self-Reconstruction - Marianna Papastephanou 91. Private and Public Autonomy - Christopher F. Zurn 92. Psychoanalysis - Noëlle McAfee 93. Public Sphere - Eduardo Mendieta 94. Race - Lorenzo C. Simpson 95. Radical Reformism - William E. Scheuerman 96. Rational Reconstruction - Daniel Gaus 97. Rationality/Rationalization - Isaac Ariail Reed and Abigail Cary Moore 98. Recognition - Mattias Iser 99. Reification - Timo Jütten 100. Religion - Eduardo Mendieta 101. Ritual and Myth - Edmund Arens 102. Rule of Law - Hugh Baxter 103. Secularization/Postsecularism - Javier Aguirre 104. Semantic Contents - María Pía Lara 105. Social Evolution - David S. Owen 106. Social Pathology - Christopher F. Zurn 107. Socialism/Marxism - Raphael Neves 108. Society - Christopher F. Zurn 109. Solidarity - Max Pensky 110. Speech Act - Barbara Fultner 111. Strategic Rationality - David Ingram 112. Subjective/Basic Rights - Jeffrey Flynn 113. Systematically Distorted Communication - Robin Celikates 114. Technology - Steven Vogel 115. Transitional Justice - Raphael Neves 116. Truth - Barbara Fultner 117. Universalization Principle and Discourse Principle - William Rehg 118. Utopia - Loren Goldman 119. Validity - Andrew Buchwalter 120. Validity Claim - Joseph Heath 121. Vulnerability - Joel Anderson 122. World Disclosure - Nikolas Kompridis II. NAMES 123. Theodor W. Adorno - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 124. Karl-Otto Apel - Amos Nascimento 125. Andrew Arato - Albena Azmanova 126. Hannah Arendt - Peter J. Verovšek 127. J. L. Austin - Lasse Thomassen 128. Robert Bellah - Matt Sheedy 129. Seyla Benhabib - Anna Jurkevics 130. Walter Benjamin - Max Pensky 131. Richard Bernstein - Vincent Colapietro 132. Ernst Bloch - Loren Goldman 133. Robert Brandom - Joseph Heath 134. Hauke Brunkhorst - Jeffrey Flynn 135. Ernst Cassirer - Peter E. Gordon 136. Cornelius Castoriadis - Michael C. Behrent 137. Jean Cohen - Amy Allen 138. Jacques Derrida - Giovanna Borradori 139. Émile Durkheim - Matt Sheedy 140. Enrique Dussel - Eduardo Mendieta 141. Ronald Dworkin - Hugh Baxter 142. Alessandro Ferrara - David Rasmussen 143. Jean-Marc Ferry - Michael C. Behrent 144. Rainer Forst - Jeffrey Flynn 145. Michel Foucault - Thomas Biebricher 146. Nancy Fraser - Rocío Zambrana 147. Sigmund Freud - Amy Allen 148. Hans-Georg Gadamer - Hans-Herbert Kögler 149. Arnold Gehlen - Tilo Wesche 150. Anthony Giddens - Alan Sica 151. Michael Hardt and Antonio Negri - Giovanna Borradori 152. G. W. F. Hegel - Andrew Buchwalter 153. Martin Heidegger - Nikolas Kompridis 154. Agnes Heller - Katie Terezakis 155. Dieter Henrich - Tilo Wesche 156. Axel Honneth - Mattias Iser 157. Max Horkheimer - John Abromeit 158. Edmund Husserl - James Swindal 159. Karl Jaspers - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 160. Hans Jonas - Eduardo Mendieta 161. Immanuel Kant - Matthias Lutz-Bachmann 162. Søren Kierkegaard - Martin Beck Matuštík 163. Otto Kirchheimer - Hubertus Buchstein 164. Lawrence Kohlberg - Simon Laumann Jørgensen 165. Karl Löwith - Eduardo Mendieta 166. Niklas Luhmann - Hans-Georg Moeller 167. Georg Lukács - Todd Hedrick 168. Jean-François Lyotard - Michael C. Behrent 169. Thomas McCarthy - William Rehg 170. Herbert Marcuse - Chad Kautzer 171. Karl Marx - Albena Azmanova 172. George Herbert Mead - Robert Danisch 173. Johann Baptist Metz - Edmund Arens 174. Javier Muguerza - Juan Carlos Velasco 175. Oskar Negt and Alexander Kluge - Robert C. Holub 176. Franz L. Neumann - William E. Scheuerman 177. Friedrich Nietzsche - Martin Saar 178. Claus Offe - Martin Hartmann 179. Talcott Parsons - Alan Sica 180. Charles S. Peirce - Vincent Colapietro 181. Jean Piaget - Jerry Wallulis 182. Helmuth Plessner - Lenny Moss 183. Karl Popper - Alan Sica 184. Hilary Putnam - Javier Gil 185. David Rasmussen - James Swindal 186. John Rawls - James Gledhill 187. Paul Ricoeur - Hans-Herbert Kögler 188. Richard Rorty - Vincent Colapietro 189. Erich Rothacker - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 190. Max Scheler - Eric J. Mohr 191. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling - Peter Dews 192. Carl Schmitt - William E. Scheuerman 193. Gershom Scholem - Peter E. Gordon 194. John Searle - Titus Stahl 195. Peter Sloterdijk - Jörg Schaub 196. Charles Taylor - Hartmut Rosa 197. Michael Theunissen - Tilo Wesche 198. Michael Tomasello - Johanna Meehan 199. Ernst Tugendhat - Santiago Zabala 200. Gianni Vattimo - Santiago Zabala 201. Max Weber - Alan Sica 202. Albrecht Wellmer - Maeve Cooke 203. Raymond Williams - Noëlle McAfee 204. Ludwig Wittgenstein - Nikolas Kompridis 205. Iris Marion Young - Allison Weir Bibliography Index [PDF]