Monday, June 17, 2019

Birthday greetings to Habermas - a collection of links

Birthday greetings to Jürgen Habermas in the newspapers:

In the culture section of "Die Zeit" (June 13): Alexander Cammann, Peter E. Gordon, Karl Heinz Bohrer, Martin Seel, Zhang Shuangli, Richard J. Bernstein, Eva Illouz, Manfred Frank, Armin von Bogdandy, Rahel Jaeggi, Kenichi Mishima, Helga Nowotny, Hartmut Rosa, Claus Offe, Rainer Forst, Axel Honneth, Andrea Sangiovanni, Rajeev Bhargava, Agnes Heller, Christoph Menke, Seyla Benhabib, Sigmar Gabriel, Ivan Krastev.

In the culture section of "Neue Zürcher Zeitung" (June 16): Stefan Müller-Doohm, Georg Kohler & Wolfgang Hellmich.

Otfried Höffe - "Ein deutscher Voltaire" (Frankfurter Rundschau, June 18)

Arno Widmann - "Der gute Hirte der BRD" (Frankfurter Rundschau, June 18)

Heribert Prantl - "Der Philosoph der Entängstigung" (Süddeutsche Zeitung, June 17).

Klaus Kaube - "Die Vernunft in der Gesellschaft" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, June 18)

Marcus Schwering - "Illusionslos und unverzagt" (Kölner Stadt-Anzeiger, June 15)

Jörg Später - "Die großen Kämpfe der Theorie" (Die Tageszeitung, June 15)

Stefan Müller-Doohm - "Mit Vorliebe für das bessere Argument" (Nordwest Zeitung, June 11)

Gerhard Schweppenhäuser - "Der Staatstragende" (Neues Deutschland, June 14)

Stephan Schlak - "Die längste Legislaturperiode des Geistes" (Die Welt, June 15)

Ronald Pohl - "Der Prophet der Zustimmung" (Der Standard, June 16)

Herlinde Pauer-Studer - "Diskursive Vernunft und Demokratie" (Der Standard, Blog June 17)

Rolf Spinnler - "Vom Außenseiter zum Meisterdenker" (Stuttgarter Zeitung, June 17)

Oskar Negt - "Ich persönlich habe ihn nicht für einen Marxisten gehalten" (Lübecker Nachrichten, June 14)

Guido Kalberer - "Seine Stimme fehlt schon heute" (TagesAnzeiger, June 17)

Jens Bisky - "Wächteramt der Kritik" (Süddeutsche Zeitung, June 18)

Johan Schloemann - "Der Philosoph der Öffentlichkeit" (Süddeutsche Zeitung, June 17)

Kersten Knipp & Sabine Oelze - "Engagiertes Denken und eleganter Stil" (Deutsche Welle, June 17)

Eva Gilmer - "Jürgen Habermas ist für Anregungen ausgesprochen offen" (interview) (Deutsche Welle, June 17)

Martin Muno - "Der republikanische Philosoph" (Deutsche Welle, June 18)

Arno Orzessek - "Rettung durch Reden" (Deutschlandsfunk Kultur, June 17)

Andreas Rosenfelder - "Jürgen Habermas, der Influencer" (Die Welt, June 18)

* * *

Radio broadcasts & podcasts:

Deutschlandfunk Kultur
Sozialphilosoph zu Jürgen Habermas' 90. Geburtstag: "Rezo ist Habermasianer"
(Interview with Axel Honneth & Martin Saar)

Südwestrundfunk
"Die Stimme der Vernunft – Wie aktuell ist Habermas?"
(Interview with Wolfram Eilenberger, Gary S. Schaal & Regina Kreide)

NDR Kultur
Habermas hat Mentalitätsgeschichte geschrieben
(Interview with Stefan Müller-Doohm)

Gabor Steingart 
Das Morning Briefing (June 18)
(Interview with Stefan Müller-Doohm & Peter Sloterdijk)

* *  *

Blogs

Hohe Luft. Philosophie-Zeitschrift
Interview with Stefan Müller-Doohm - "Der öffentliche Intellektuelle ist eine bedrohte Spezies"

feinschwarz.net
Edmund Arens - "Habermas global. Zum 90. Geburtstag eines Weltintellektuellen"

katholisch.de
Fabian Brand - "Er denkt noch lange nicht ans Aufhören"

Literaturkritik.de
Dieter Kaltwasser - "Ein herausfordernder Meisterdenker und Weltbürger"


* * *

The President of Germany congratulates Jürgen Habermas

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas zum 90. Geburtstag am 18. Juni gratuliert. Der Bundespräsident schreibt:

"Meine Glückwünsche gelten einer Stimme der kritischen Vernunft, die weit über Deutschland hinaus in der ganzen Welt Gehör gefunden hat – einem Aufklärer, der die Abgründe der Moderne durchmessen hat, ohne den bleibenden Anspruch einer Emanzipation des Menschen aufzugeben.

Die philosophische Anstrengung, der Auflösung von allgemeinen Handlungsmaßstäben in historischen oder kulturellen Relativierungen zu begegnen, verdient Beachtung und Respekt auch der Politik. Denn sie hat wachsende politische Bedeutung in unserer Ära der Globalisierung, die der normativen Verständigung dringend bedarf. Eine verbindliche Ethik jedoch nicht nur zu behaupten, sondern aus ihren sozialen Bedingungen herzuleiten und zu begründen, dies ist zu Ihrem eigentlichen Projekt geworden. Sie haben damit die Möglichkeit des Dialogs und die Erreichbarkeit einer Friedensordnung gezeigt.

"Kleine politische Schriften" nannte Ihr Verlag mit Sinn für bundesrepublikanische Nüchternheit Ihre politischen Interventionen, die gleichwohl und zu Recht große Resonanz gefunden haben. Die Sprachkraft Ihrer Essays hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschaft die Bedeutung der liberalen Demokratie als Lehre aus den deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verinnerlicht hat. Einer Demokratie, die sich nicht in nationaler Identitätsverengung genügt, sondern sich europäisch vernetzt und verbunden weiß. Sie werben mit intellektueller Leidenschaft für die europäische Verantwortung Deutschlands. Ihre Ermahnung, dass die Europäische Union mehr politischen Gestaltungswillen und mehr Solidarität benötigt, um im globalen Rahmen als gelingendes Beispiel des Friedens gelten zu können, ist heute besonders nötig und wertvoll."


The Mayor of Munich congratulates Jürgen Habermas.

Sunday, June 16, 2019

Oskar Negt on Habermas (interview)

"Lübecker Nachrichten" (June 14, 2019) has an interview with Professor Oskar Negt, who was one of Habermas's assistents in the 1960s: 

"Oskar Negt über Jürgen Habermas"

Excerpts:

Q: Was haben Sie vor allem von ihm gelernt?

A: "Eine nicht opportunistische Haltung. Das heißt eine Haltung, in der er bestimmte Linien konstant weiter verfolgte und sich auf jedes Gespräch einließ. Habermas gehört für mich zu jenen Personen, die argumentationswütig waren, wenn man das so sagen kann. Manchmal hat er auch im Gespräch die Argumente gegen sich gestärkt, um die Diskussion nicht abbrechen zu lassen."

Q: War er einflussreicher als Philosoph oder als öffentliche Figur?

A: "Ob als Philosoph, das werden wir wahrscheinlich jetzt bei den Veranstaltungen zu seinem Geburtstag am 19. und 20. Juni erfahren. Für mich persönlich war er einflussreich als ein politischer Intellektueller, der bei allen prekären gesellschaftlichen Problemlagen interveniert hat. Und zwar auf der Linie, die in Deutschland eher diskreditiert war: auf der Linie der Aufklärung. Die hat er konsequent verfolgt, und darin liegt auch seine große Bedeutung. Für mich liegt in seinen kleinen politischen Schriften sein eigentlicher Einfluss."

"Neue Zürcher Zeitung" honors Habermas

In "Neue Zürcher Zeitung" (June 16):

Georg Kohler - "Die Gleichheit aller und die Freiheit jedes Einzelnen: Jürgen Habermas setzt auf das Vertrauen in die Vernunft"

Stefan Müller-Doohm - "Das Prinzip Verständigung: Ein Rückblick auf die Denkwege von Jürgen Habermas"

Wolfgang Hellmich - "«Der Ort der akademischen Befreiung» – ein Zwischenspiel in Zürich und ein Abstecher nach Rom"


Discussion: Are Habermas still relevant today?

A radio broadcast from Südwestrundfunk (44 minutes):

"Die Stimme der Vernunft – Wie aktuell ist Habermas?"

A discussion with  

* Dr. Wolfram Eilenberger

* Prof. Dr. Gary S. Schaal

* Prof. Dr. Regina Kreide 

Wednesday, June 12, 2019

"Die Zeit" honors Habermas [updated]

The culture section of the German weekly "Die Zeit" (June 13, 2019) features 23 articles in honor of Jürgen Habermas, who turns 90 on June 18: 




Alexander Cammann - "Ein genialer Typ"

Peter E. Gordon - "Seine Philosophie har die Lehren der Katastrophe verinnerlict"

Excerpt: "Die bürgerliche Gesellschaft sei fest mit Privilegien verbunden, ihre Institutionen aber enthielten nichtsdestoweniger glaubhaft "die Idee ihrer eigenen Aufhebung". Dieses doppelte Bewusstsein bleibt einer der größten Vorzüge von Habermas’ Kritischer Theorie: Die normativen Energien, die wir für den sozialen Wandel brauchen, stehen uns bereits in dem unerfüllten Versprechen der öffentlichen Vernunft selbst zu Gebote. Sein Leben lang ist Habermas diesem Ideal treu geblieben. Dafür sollten wir ihm ewig dankbar sein."

Karl Heinz Bohrer - "Eine Erscheinung. Wie ein impulsiver Künstler"

Excerpt: "Er könnte ein Maler, ein Dichter sein, eine Erscheinung, von der man Unerwartetes erwartet, die überrascht. Dem entspricht eine bei seinen philosophischen Zeitgenossen – sei es Niklas Luhmann oder Dieter Henrich – unvorstellbare Eigenschaft: die Neigung zu metaphorisch ausgestatteten Zornausbrüchen, zur explosiven, blumigen Schmährede, wenn es sich denn so ergibt – öffentlich, aber auch sehr gerne privat. Impulsivität! Nicht bloß, weil er ein Rheinländer ist."

Martin Seel - "In Machinenraum des Denkens"

Jürgen Habermas (2016): "Wenn wir die Struktur der Sprache ohne Reserve verstehen wollen, müssen wir ihre Widerstandskraft gegenüber allen Tendenzen ihrer ideologischen Bereinigung beim Wort nehmen. So hat es bereits der junge Johann Gottfried Herder in seinen Fragmenten Über die neuere deutsche Literatur von 1767 gesehen. Angesichts zeitgenössischer Bemühungen, den Spielraum der Sprache einzuengen, besteht er darauf, "daß das Reich einer lebendigen Sprache Demokratie ist; das Volk regiert, und duldet keine Tyrannen: der Sprachgebrauch herrscht und ist schwer zu bändigen"".

Zhang Shuangli - "Neu lesen. Was chinesische Intellektuelle von ihm lernen"

Richard J. Bernstein - "Es war ein Schock"

Eva Illouz - "Allzu nüchterne Stimme der Vernunft"

Manfred Frank - "Was bei ihm fehlt"

Armin von Bogdandy - "Wie die deutsch Elf in Brasilien"

Rahel Jaeggi - "Moralisieren ist überflüssig"

Kenichi Mishima - "Er har doch Recht"

Helga Nowotny - " Ein Frankfurter in New York"

Hartmut Rosa - "Petitionen mag er nicht"

Claus Offe - "Vorwärtsverteidiger"

Excerpt: "Ohne die objektive Gewalt ökonomischer und institutioneller Gegebenheiten mit ihren horrenden Ermächtigungs- und Begünstigungseffekten (mitsamt ihren Gegenteilen) zu unterschätzen, hat er doch stets auf eine jedenfalls potenziell überlegene Gegenmacht vernunftbegabter Akteure und ihre demokratischen Kommunikationsverhältnisse gesetzt. Auch für sein von Freunden wie Gegnern gerühmtes Talent, noch im neunten Lebensjahrzehnt sowohl idealistische Hoffnungen zu hegen wie zugleich mit Selbstrevisionen an die Grenze der Hoffnungslosigkeit zu geraten, fällt mir aus der Gelehrtenwelt keine Parallele ein."

Rainer Forst - "Was auf Spiel steht"

Excerpt: "Er lässt freilich die Metaphysik Platons ebenso hinter sich wie die Kants und sucht die "transzendenz von innen", wie er dies einmal nannte, in der Rationalität, die in unserer alltäglichen kommunikativen Praxis selbst angelegt ist. Die Welt der Vernunft, in der Freie und Gleiche einander respektieren und sich diskursiv selbst bestimmen, ist damit Teil unserer Welt und weist doch weit über sie hinaus. Denn so frei und gleich sind wir faktisch nie. Und sind es doch, kontrafaktisch."

Axel Honneth - "Ein Spurenleser"

Excerpt: "Wirft man einen Blick in das im Herbst erscheinende Riesenwerk Auch eine Geschichte der Philosophie, so kann man sich eines Schmunzelns nicht erwehren; wer sich im Alter bislang unverarbeitete Etappen der Philosophiegeschichte gänzlich neu anzueignen vermag, der kann seinen jugendlichen Wissensdurst und seinen stupenden Verarbeitungswillen nicht verloren haben. Und plötzlich weiß man, was einen an der Person stets am stärksten beeindruckt hat: gewiss die ruhelose Intellektualität, auch die synthetisierende Kraft des Denkens, vorrangig aber der jung gebliebene Wille, in allem, was theoretisch verfügbar ist, die Spuren einer sich in der Geschichte entfaltenden Vernunft der intersubjektiven Verständigung offenzulegen."

Andrea Sangiovanni - "Jürgen und Jack" [John Rawls]

Rajeev Bhargava - "Ein neuer heller Stern"

Agnes Heller - "Wir alle meinten, mit unserem Denken die Welt erlösen zu können" (interview)

Excerpt: "Er blieb und bleibt als Philosoph ein anständiger Bürger, unabhängig von den Moden des Denkens. Mit dem politischen Tier Habermas habe ich immer sympathisiert, bei allen Unterschieden im Philosophischen. Heute bin ich auch mit seiner Philosophie der postsäkularen Gesellschaft einverstanden, in der die Religion ernst genommen wird. Aber der Mensch Jürgen Habermas ist mir viel wichtiger als die Frage, ob er Foucault verstanden hat. Würde ich eine Tragödie schreiben, so wäre Habermas der Held dieser Tragödie."

Christoph Menke - "Das Unbedingte und seine Verwirklichung"

Excerpts: "Der Kritiker, der über das Wahre und das Falsche in Habermas’ Philosophie urteilen zu können meint, erkennt sich selbst als – Habermasianer." (.....) "Habermas denkt, dass die Verfahren des rationalen Diskurses und des liberal-demokratischen Rechtsstaats, die die Moderne ausgebildet hat, die Spannung zwischen Unbedingtheit und Verwirklichung in sich aushalten und austragen können: dass sie die institutionelle Lösung für ihr Zugleich sind. Aber das sind sie nicht; sie stellen diese Spannung still. Sie berauben die Wahrheit und die Gerechtigkeit ihrer Unbedingtheit."

Seyla Benhabib - "Wir sind keine Machinen. Wir sind Menschen" 

Excerpt: "Zu Recht kann sich Habermas den Titel des Weltbürgers mit Karl Jaspers teilen. Doch derzeit wird seine Idee einer deliberativen Öffentlichkeit, die ihre Bürger an ihren Entscheidungsprozessen beteiligt, durch die »postfaktische« Politik grundsätzlich infrage gestellt. Aus der Perspektive der politischen Philosophie gibt es keinen Zweifel daran, dass ein Verschwinden dieser kommunikativen Rationalität auch das Ende unserer Demokratien bedeutet."

Sigmar Gabriel - "Man sollte nie unvorbereitet zu ihm gehen"

Excerpt: "Vor allem hier ist meine Partei Jürgen Habermas zu tiefem Dank verpflichtet, nicht nur weil die Sozialdemokratie seinem Denken und seinen Interventionen viele wichtige Impulse verdankt, sondern weil er stets zum unmittelbaren und auch persönlichen Gedankenaustausch bereit war."

Ivan Krastev - "Habe ihn nie zitiert"

Excerpt: "Nachdem die europäische Demokratie in einer Krise steckt und die Notwendigkeit, sie zu bewahren, politisches und intellektuelles Engagement erfordert, ist mir klar geworden, dass man sich zur Verteidigung der demokratischen Regierungsform Europas hinter Jürgen Habermas’ Vision von demokratischer Politik stellen muss. So fühle ich mich wie Molières Monsieur Jourdain, als er entdeckt, dass er sein ganzes Leben lang Prosa gesprochen hat, ohne es zu wissen. Während ich dem Denken Dahrendorfs immer noch näher stehe, habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass ich als Habermasianer argumentiere."

Tuesday, May 21, 2019

International conference in Lodz on Jürgen Habermas

On June 13-14, the University of Lodz hosts an international conference on Jürgen Habermas:

"Normativity and Praxis: Celebrating the philosophical and intellectual achivements of Jürgen Habermas".

The speakers are:

Rainer Adolphi (Berlin) – "Lebenssphären und Lebensformen. Zur Tragweite der Max-Weber-Tradition bei J. Habermas"

Hauke Brunkhorst (Flensburg) – "Kommunikative Vernunft und rächende Gewalt – Zur kritischen Theorie von Jürgen Habermas"

Matthias Kettner (Witten/Herdecke) – "The Mystery of „Communicative Rationality“ dispelled"

Peter Koller (Graz) – "Habermas Diskurstheorie des Rechts im Dilemma zwischen sozialtheoretischem Objektivismus und ethischem Normativismus"

Georg Lohmann (Magdeburg) – "Habermas über Menschenrechte und Demokratie"

Martin Matuštík (Tempe) – "Rituals and Algorithms: Postmetaphysical Thinking in Post-Secular Condition"

Stephan Müller-Doohm (Oldenburg) – "Gibt es Grenzen nachmetaphysischen Denkens? Jürgen Habermas‘ Konzept von Normativität in der säkularisierten Gesellschaft"

Alessandro Pinzani (Santa Catarina) – "Habermas and Capitalism"

David M. Rasmussen (Boston)  – "Populism and The Structural Transformation of the Public Sphere"

Thomas M. Schmidt (Frankfurt) – "Prozedurale Demokratie und symbolische Repräsentation. Zur politischen Rolle von Religion in postsäkularen Gesellschaften"

Gunnar Skirbekk (Bergen) – "Freedom of Expression. A Normative Justification of the Legal Protection of Freedom of Expression" [paper]

Wang Xingfu (Shanghai) – "How Critical Theory Works in the Age of Decline"

Monday, May 20, 2019

A public lecture by Habermas in Frankfurt on June 19

A rumour that we hope is true: A public lecture by Jürgen Habermas at Goethe University Frankfurt on June 19, 2019 – the day after he turns 90 – with the title: “Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit”.

Update May 31: Now confirmed! More information here.




The title refers to a lecture Habermas gave in 1982 at the University of Hamburg: "Über Moralität und Sittlichkeit – Was macht eine Lebensform ”rational”?. It was published in "Rationalität”, edited by Herbert Schnädelbach (Suhrkamp Verlag, 1984)  and reprinted in Jürgen Habermas’s “Erläuterungen zur Diskursethik” (Suhrkamp Verlag, 1991), pp. 31-48.

See also:

* ”Moralität und Sittlichkeit: Treffen Hegels Einwände gegen Kant auch auf die Diskursethik zu?” (1986). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his ”Moral Consciousness and Communicative Action" (MIT Press, 1990).

* “Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktische Vernunft” (1988). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Justification and Application” (MIT Press, 1993).

*“Richtigkeit und Wahrheit. Zum Sinn der Sollgeltung moralischer Urteile und Normen” (1998). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Truth and Justification” (MIT Press, 2003).

Friday, May 17, 2019

Book launching ceremony: The Cambridge Habermas Lexicon

On May 27, 2019, a book launching ceremony takes place at the university in Bad Homburg celebrating the launch of "The Cambridge Habermas Lexicon" edited by Amy Allen & Eduardo Mendieta (Cambridge University Press). See my post on the book here.

Speakers: Matthias Lutz-Bachmann (Bad Homburg), Amy Allen (Pennsylvania State University), Eduardo Mendieta (Pennsylvania State University), Hilary Gaskin (Cambridge University Press), Rainer Forst (Frankfurt am Main) and Jürgen Habermas (Starnberg).

More information here.

Pictures from the event here.






Wednesday, April 10, 2019

The Cambridge Habermas Lexicon



The Cambridge Habermas Lexicon

Ed. by Amy Allen & Eduardo Mendieta

(Cambridge University Press, 2019)

850 pages



From the Preface

The Cambridge Habermas Lexicon is intended to be the “go to,” indispensable, and leading research tool for scholars, students, and general readers interested in the work of Jürgen Habermas. It is without doubt the most up-to-date resource on Habermas’s by now massive oeuvre, which spans nearly seven decades of philosophical and intellectual productivity. The Lexicon also aims to be an important bibliographical resource for those trying to make sense of the impact and reception of Habermas’s thought in twentieth- and early twenty-first-century European, North Atlantic, and global contexts. The editors are particularly honored and proud to include some of the top Habermas scholars from across the world. Habermas’s work has had a global reception, and the Lexicon aims to reflect this fact.

Each entry aims to present the concept, figure, or philosopheme in question in a language that is thoroughly researched yet jargon-free, lucid, and comprehensive.

Contents [PDF]

Chronology of Jürgen Habermas

I. TERMS 

1. Aesthetics [PDF] - Pieter Duvenage 
2. All-Affected Principle - Matthias Fritsch 
3. Application and Justification - Rúrion Melo 
4. Argumentation - Maeve Cooke 
5. Authenticity - Alessandro Ferrara 
6. Autonomy - Joel Anderson 
7. Axial Age - Peter E. Gordon
8. Civil Disobedience - Juan Carlos Velasco 
9. Civil Society - Jean L. Cohen 
10. Colonization of the Lifeworld - Felipe Gonçalves Silva 
11. Communicative Action - Hans-Peter Krüger 
12. Communicative Competence - Amy Allen 
13. Communicative Freedom - Peter Niesen 
14. Communicative Power - Jeffrey Flynn 
15. Communicative Rationality - David Strecker 
16. Consensus - David Ingram
17. Conservatism - Robert C. Holub
18. Constitutional Patriotism - Dafydd Huw Rees
19. Constitutional State and Constitutionalization - Simone Chambers
20. Cosmopolitan Citizenship - Amos Nascimento
21. Counterfactual Presupposition - Federica Gregoratto
22. Critical Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 
23. Critical Theory - Stefan Müller-Doohm
24. Deconstruction - Matthias Fritsch 
25. Deliberative Democracy - Simone Chambers
26. Detranscendentalization - Melissa Yates
27. Discourse - Rúrion Melo
28. Discourse Ethics - Joseph Heath
29. Enlightenment - Matthias Lutz-Bachmann
30. Equality - Felipe Gonçalves Silva
31. Ethics and Morality - Adela Cortina and Jesús Conill
32. Europe - Dafydd Huw Rees 
33. Facticity - Andrew Buchwalter 
34. Feminism - María Pía Lara 
35. Formal/Universal Pragmatics - Barbara Fultner 
36. The Frankfurt School - Stefan Müller-Doohm 
37. Free Will and Determinism - Joel Anderson 
38. Functional and Social Integration - Todd Hedrick
39. Functionalist Reason - Todd Hedrick 
40. Genealogy - Martin Saar 
41. Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 
42. Historians’ Debate - Robert C. Holub
43. Historical Materialism - Amy Allen
44. Human Nature - Lenny Moss
45. Human Rights - Regina Kreide
46. Ideal Speech Situation - David Rasmussen
47. Ideology - Robin Celikates
48. Illocutionary Force - María Pía Lara
49. Immanent Critique - Titus Stahl
50. Individuation - Allison Weir
51. Instrumental Reason - Melissa Yates
52. Intellectual - Max Pensky
53. Jewish Philosophy - Peter E. Gordon
54. Juridification - Daniel Loick
55. Justice - James Gordon Finlayson
56. Knowledge Anthropology - Amos Nascimento
57. Language and the Linguistic Turn - Cristina Lafont
58. Late Capitalism - Albena Azmanova
59. Law - Hugh Baxter
60. Learning Processes - David S. Owen
61. Legitimation - Joseph Heath
62. Lifeworld and System - Martin Hartmann
63. Linguistification - Maeve Cooke
64. Markets - Timo Jütten
65. Mass Culture - Chad Kautzer
66. Mass Media - Chad Kautzer
67. Migrants and Refugees - Juan Carlos Velasco
68. Modernity and Modernization - Alessandro Ferrara 
69. Moral Development - Simon Laumann Jørgensen 
70. Multiculturalism - Lorenzo C. Simpson 
71. Multiple Modernities - Amy Allen 
72. Naturalism - Melissa Yates 
73. Nature - Steven Vogel 
74. Performative Self-Contradiction - Lasse Thomassen 
75. Philosophical Anthropology - Amos Nascimento
76. Philosophy of History - Camil Ungureanu 
77. Philosophy of the Subject/Consciousness - Matthias Fritsch 
78. Popular Sovereignty - Kevin Olson 
79. The Positivism Debate - Robert C. Holub 
80. Postcolonialism/Decoloniality - Eduardo Mendieta
81. Postliberal Society - Chad Kautzer
82. Postmetaphysical Thinking - Melissa Yates
83. Postmodernism and Poststructuralism - Daniel Loick 
84. Postnational - Max Pensky
85. Power - David Strecker
86. Practical Reason - James Gledhill
87. Pragmatic Turn - Christopher Voparil
88. Pragmatism - Colin Koopman
89. Praxis - David Ingram
90. Principle of Self-Reconstruction - Marianna Papastephanou
91. Private and Public Autonomy - Christopher F. Zurn 
92. Psychoanalysis - Noëlle McAfee 
93. Public Sphere - Eduardo Mendieta
94. Race - Lorenzo C. Simpson 
95. Radical Reformism - William E. Scheuerman 
96. Rational Reconstruction - Daniel Gaus 
97. Rationality/Rationalization - Isaac Ariail Reed and Abigail Cary Moore
98. Recognition - Mattias Iser
99. Reification - Timo Jütten
100. Religion - Eduardo Mendieta
101. Ritual and Myth - Edmund Arens 
102. Rule of Law - Hugh Baxter 
103. Secularization/Postsecularism - Javier Aguirre
104. Semantic Contents - María Pía Lara
105. Social Evolution - David S. Owen
106. Social Pathology - Christopher F. Zurn
107. Socialism/Marxism - Raphael Neves
108. Society - Christopher F. Zurn 
109. Solidarity - Max Pensky 
110. Speech Act - Barbara Fultner 
111. Strategic Rationality - David Ingram 
112. Subjective/Basic Rights - Jeffrey Flynn 
113. Systematically Distorted Communication - Robin Celikates 
114. Technology - Steven Vogel 
115. Transitional Justice - Raphael Neves 
116. Truth - Barbara Fultner 
117. Universalization Principle and Discourse Principle - William Rehg
118. Utopia - Loren Goldman
119. Validity - Andrew Buchwalter
120. Validity Claim - Joseph Heath
121. Vulnerability - Joel Anderson
122. World Disclosure - Nikolas Kompridis

II. NAMES

123. Theodor W. Adorno - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos
124. Karl-Otto Apel - Amos Nascimento
125. Andrew Arato - Albena Azmanova
126. Hannah Arendt - Peter J. Verovšek
127. J. L. Austin - Lasse Thomassen
128. Robert Bellah - Matt Sheedy
129. Seyla Benhabib - Anna Jurkevics
130. Walter Benjamin - Max Pensky
131. Richard Bernstein - Vincent Colapietro
132. Ernst Bloch - Loren Goldman
133. Robert Brandom - Joseph Heath
134. Hauke Brunkhorst - Jeffrey Flynn
135. Ernst Cassirer - Peter E. Gordon
136. Cornelius Castoriadis - Michael C. Behrent
137. Jean Cohen - Amy Allen
138. Jacques Derrida - Giovanna Borradori
139. Émile Durkheim - Matt Sheedy
140. Enrique Dussel - Eduardo Mendieta
141. Ronald Dworkin - Hugh Baxter
142. Alessandro Ferrara - David Rasmussen
143. Jean-Marc Ferry - Michael C. Behrent
144. Rainer Forst - Jeffrey Flynn
145. Michel Foucault - Thomas Biebricher
146. Nancy Fraser - Rocío Zambrana
147. Sigmund Freud - Amy Allen 
148. Hans-Georg Gadamer - Hans-Herbert Kögler 
149. Arnold Gehlen - Tilo Wesche
150. Anthony Giddens - Alan Sica 
151. Michael Hardt and Antonio Negri - Giovanna Borradori
152. G. W. F. Hegel - Andrew Buchwalter 
153. Martin Heidegger - Nikolas Kompridis
154. Agnes Heller - Katie Terezakis
155. Dieter Henrich - Tilo Wesche
156. Axel Honneth - Mattias Iser
157. Max Horkheimer - John Abromeit
158. Edmund Husserl - James Swindal
159. Karl Jaspers - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos
160. Hans Jonas - Eduardo Mendieta
161. Immanuel Kant - Matthias Lutz-Bachmann
162. Søren Kierkegaard - Martin Beck Matuštík
163. Otto Kirchheimer - Hubertus Buchstein
164. Lawrence Kohlberg - Simon Laumann Jørgensen
165. Karl Löwith - Eduardo Mendieta
166. Niklas Luhmann - Hans-Georg Moeller
167. Georg Lukács - Todd Hedrick
168. Jean-François Lyotard - Michael C. Behrent
169. Thomas McCarthy - William Rehg
170. Herbert Marcuse - Chad Kautzer
171. Karl Marx - Albena Azmanova
172. George Herbert Mead - Robert Danisch
173. Johann Baptist Metz - Edmund Arens
174. Javier Muguerza - Juan Carlos Velasco
175. Oskar Negt and Alexander Kluge - Robert C. Holub 
176. Franz L. Neumann - William E. Scheuerman 
177. Friedrich Nietzsche - Martin Saar 
178. Claus Offe - Martin Hartmann
179. Talcott Parsons - Alan Sica
180. Charles S. Peirce - Vincent Colapietro
181. Jean Piaget - Jerry Wallulis 
182. Helmuth Plessner - Lenny Moss
183. Karl Popper - Alan Sica 
184. Hilary Putnam - Javier Gil
185. David Rasmussen - James Swindal
186. John Rawls - James Gledhill 
187. Paul Ricoeur - Hans-Herbert Kögler
188. Richard Rorty - Vincent Colapietro
189. Erich Rothacker - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos
190. Max Scheler - Eric J. Mohr
191. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling - Peter Dews
192. Carl Schmitt - William E. Scheuerman
193. Gershom Scholem - Peter E. Gordon 
194. John Searle - Titus Stahl
195. Peter Sloterdijk - Jörg Schaub
196. Charles Taylor - Hartmut Rosa 
197. Michael Theunissen - Tilo Wesche 
198. Michael Tomasello - Johanna Meehan 
199. Ernst Tugendhat - Santiago Zabala 
200. Gianni Vattimo - Santiago Zabala 
201. Max Weber - Alan Sica 
202. Albrecht Wellmer - Maeve Cooke
203. Raymond Williams - Noëlle McAfee 
204. Ludwig Wittgenstein - Nikolas Kompridis 
205. Iris Marion Young - Allison Weir

Bibliography

Index [PDF]

Tuesday, April 09, 2019

Neues Buch: "Habermas und die Religion" (2. Auflage)



Habermas und die Religion (2. Auflage)

Hrsg. von Klaus Viertbauer & Franz Gruber

(Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG, 2019)





Kurzbeschreibung

Seit Ende der 1980er-Jahre öffnet Habermas sich langsam dem Dialog mit akademischen Vertretern der Religion. Doch nimmt er Religion nicht einfach als eine soziologische Kategorie wahr, sondern tritt in einen tiefgreifenden Austausch mit Theologen und Religionsphilosophen. 

Der Band analysiert das Verhältnis von Habermas zur Religion erstmals umfassend und bestimmt es nicht nur in seiner historisch-genealogischen Tiefe, sondern ordnet es auch in der gegenwärtigen Diskurslandschaft ein.

Für die vorliegende 2. Auflage wurde der Band durchgesehen und erweitert - so greift er nun auch die Rezeption der Religionsphilosophie Hegels auf und behandelt das aktuelle Thema der Bioethik. 

Inhalt [Leseprobe]

Einleitung
Von der Säkularisierungsthese zu einer postsäkularen Gesellschaft - Klaus Viertbauer

I. Kontexte und Konstellationen

1. Jürgen Habermas und Kants Religionsphilosophie - Friedo Ricken
2. Habermas und Hegel als Denker der Moderne - Thomas M. Schmidt (NEU)
3. Schleiermacher und Kierkegaard in der Sicht "nachmetaphysischen Denkens" - Maureen Junker-Kenny
4. Habermas' partielle Zuwendung zum Pragmatismus - Ludwig Nagl
5. Habermas und die neue Metaphysik - Klaus Müller
6. Liberal, deliberativ oder dekonstruktivistisch? - Michael Reder

II. Diskurse und Rezeptionslinien

7. Diskursethik und Leidenserfahrungen - Ottmar John
8. Habermas und die Öffentliche Theologie - Andreas Telser
9. Nicht zugänglich! Nicht verständlich! Nicht akzeptabel! [Englisch] - Maeve Cooke
10. Kommunikatives Handeln und Glaubensbegründung - Franz Gruber
11. Kommunikatives Vernunft, Religion und Gottesrede - Edmund Arens (NEU)
12. Sozialethik postsäkular? Diskursethik und katholische Soziallehre - Hans-Joachim Höhn
13. Jürgen Habermas und der Vernunft, den moralischen Status des Embryos diskursethisch zu begründen - Klaus Viertbauer (NEU)
14. Vom Ritual zur Sprache - Von der Sprache zum Ritual - Florian Uhl


Saturday, April 06, 2019

Ausgewählte Schriften von Claus Offe

Ausgewählte Schriften von Claus Offe

















Band 1: Macht und Effizienz: Studien zur kapitalistischen Rationalisierung der Arbeit (Springer Verlag, 2018)

Leseprobe (PDF)

Preview

1. Sozialökonomie des Arbeitsmarktes: primäres und sekundäres Machtgefälle (1984)
2. Perspektiven auf die Zukunft des Arbeitsmarktes. „Orthodoxie“, „Realismus“ und „dritte Wege“ (1983)
3. Zur institutionellen Ordnung von Arbeitsmarkt und „Arbeitsgesellschaft“ (2003)
4. Die Zukunft des Arbeitsmarktes. Zur Ergänzungsbedürftigkeit eines versagenden Allokationsprinzips (1982)
5. Arbeitszeitflexibilisierung – Alternative zu allgemeinen Arbeitszeitverkürzungen? (1983)
6. Work, Time, and Social Participation. Policy Options for Dealing with Labor Market Precariousness (1999)
7. Die Widersprüche des Sozialen (2001)
8. Der Niedriglohnsektor und das „Modell Deutschland“ (2002)
9. Am Arbeitsmarkt vorbei. Überlegungen zur Neubestimmung "haushaltlicher“ Wohlfahrtsproduktion in ihrem Verhältnis zu Markt und Staat (1986)
10. Die Entwicklungsdynamik des Dienstleistungssektors (1976)
11. The Vanishing “Shadow of the Future”* (2011)
12. Das Rationalisierungsdilemma der Angestelltenarbeit. Arbeitssoziologische Überlegungen zur Erklärung des Status von kaufmännischen Angestellten aus der Eigenschaft ihrer Arbeit als „Dienstleistungsarbeit“ (1981)
13. Das Wachstum der Dienstleistungsarbeit: Vier soziologische Erklärungsansätze (1984)
14. Two Logics of Collective Action (1980)
15. Conceptualizing “Capitalism” (2011)


Band 2: Der Wohlfahrtsstaat und seine Bürger (Springer Verlag, 2018)

Leseprobe (PDF)

Preview

1. Politisch-soziologische Erklärungsansätze für Funktionen und Innovationsprozesse der Sozialpolitik (1977)
2. The German welfare state: principles, performance and prospects after unification (1999)
3. Sozialstaat (2008)
4. Some Contradictions of the Modern Welfare State (1981)
5. Democracy against the Welfare State ? Structural Foundations of Neoconservative Political Opportunities (1987)
6. Akzeptanz und Legitimität strategischer Optionen in der Sozialpolitik (1990)
7. Schock, Fehlkonstrukt oder Droge ? Über drei Lesarten der Sozialstaatskrise (1995)
8. Bildungssystem, Beschäftigungssystem und Bildungspolitik – Ansätze zu einer gesamtgesellschaftlichen Funktionsbestimmung des Bildungswesens (1975)
9. Armut und städtische Armutspolitik (1991)
10. A Non-Productivist Design for Social Policies (1992)
11. Basic Income and the Labor Contract (2009)
12. Wasteful Welfare transactions: Why basic income security is fundamental (2005)
13. Towards a new equilibrium of citizens’ rights and economic resources ? (1997)
14. Inequality and the Labor Market – Theories, opinions, models, and practices of unequal distribution and how they can be justified (2010)


Band 3: Institutionen, Normen, Bürgertugenden (Springer Verlag, 2019)

Leseprobe (PDF)

1. Political Institutions and Social Power: Conceptual Explorations (2006)
2. Civil society and social order: demarcating and combining market, state and community (2000)
3. Fessel und Bremse. Moralische und institutionelle Aspekte „intelligenter Selbstbeschränkung“ (1989)
4. Moderne „Barbarei“: Der Naturzustand im Kleinformat? (1996)
5. Die Ehrlichkeit politischer Kommunikationen. Kognitive Hygiene und strategischer Umgang mit der Wahrheit (1993)
6. Die Utopie der Null-Option. Modernität und Modernisierung als politische Gütekriterien (1986)
7. How can we trust our fellow citizens? (1999)
8. Pflichten versus Kosten: Typen und Kontexte solidarischen Handelns (2004)
9. „Verantwortlich sein“ und „verantwortlich gemacht werden“. Zur Grammatik und Semantik verantwortlichen Handelns (2005)
10. Shared Social Responsibility. Reflections on the need for and supply of “responsible” patterns of social action (2010)
11. What, if anything, may we mean by “progressive” politics today? (2001)
12. New Social Movements: Challenging the Boundaries of Institutional Politics (1985)
13. Reflections on the Institutional Self-transformation of Movement Politics: A Tentative Stage Model (1990)
14. Vier Hypothesen über historische Folgen der Studentenbewegung (1998)1
15. The Politics of Parity: Can Legal Intervention Neutralize the Gender Divide? (2001)
16. Wessen Wohl ist das Gemeinwohl? (2001)
17. Nach dem „Ende der Utopie“: die Zivilgesellschaft als Fortschrittsidee? (2004)
18. Die kritische Funktion der Sozialwissenschaften (1975)
19. Do Western Universities Have a Mission to Educate? Thoughts on expertise and judgment (2007)
20. Akademische Soziologie und politischer Protest: Der Frankfurter Soziologentag 1968 (2012)


Band 4: Liberale Demokratie und soziale Macht: Demokratie-theoretische Studien (Forthcoming, 2019)


Band 5: Staatskapazität und Europäische Integration (Forthcoming, 2019) 


Band 6: Übergänge: Vom Staatssozialismus zum demokratischen Kapitalismus (Forthcoming, 2019)


Thursday, April 04, 2019

New book by Habermas on the history of philosophy [updated]

A new book by Jürgen Habermas is coming out on Suhrkamp Verlag in September 2019:

Auch eine Geschichte der Philosophie (1.700 pages)

Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen 

Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen 




Kurzbeschreibung

"Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft.

Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, »was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«."


On the forthcoming book see:

* Jürgen Habermas - "Acceptance Speech", receiving the John W. Kluge Prize in Washington September 29, 2015.  

* Jürgen Habermas - "The New Philosophical Interest in Religion. A Conversation with Eduardo Mendieta", Jürgen Habermas - Postmetaphysical Thinking II (Polity Press, 2017), pp. 59-76. Online version here

* Eduardo Mendieta - "Appendix: Religion in Habermas's Work", Craig Calhoun, Eduardo Mendieta, and Jonathan VanAntwerpen - Habermas and Religion (Polity Press, 2013), pp. 403-407.

* Eduardo Mendieta - "Religion", Amy Allen & Eduardo Mendieta (eds) - The Cambridge Habermas Lexicon (Cambridge University Press, forthcoming 2019) pp. 394-399.

According to Eduardo Mendieta, Habermas's manuscript in the fall of 2017 consisted of the following nine chapters (The Cambridge Habermas Lexicon, 2019, p. 398f):

"The first chapter deals with the genealogy of postmetaphysical thinking, and begins with the crisis scenarios and histories of decay that have characterized the philosophy of the twentieth century.

The second chapter is an intensive engagement with Jaspers’ notion of the Axial Age, focusing on the “sacred roots of the inheritance of the Axial Age,” and taking up themes such as the cognitive breakthrough and preservation of the sacred core of Axial Age religions, the relationship between myth and ritual, the meaning of ritual practices, and the path of the Axial Age’s transformation of consciousness.  

The third chapter engages in a comparative view of the different Axial Age pictures of the world, and here Habermas takes up themes in ancient Judaism, Buddha’s teachings and practice, Confucianism, and Taoism, and ancient Greek “philosophy of nature” up through Socrates. 

Chapter four, which focuses on the “Symbiosis of Faith and Knowledge in Christian Platonism and the development of the Roman-Catholic Church,” has extensive engagements with Plotinus and Augustine. 

Chapter five focuses on “Christian Europe” and the advancing differentiation between the “sacerdotium” and “regnum.” In this chapter we encounter treatments of Aristotle’s challenge to thirteenth century theology, and Aquinas’s response, as well as the consequences for political philosophy of the ontologization of Aristotelian ethics. 

Chapter six, titled “The Via Moderna,” engages Duns Scotus, William of Ockham, and the “nominalistic revolution,” as well as the works of Machiavelli and Francisco de Vittoria. 

Chapter seven deals with the “separation between faith and knowledge,” and focuses on the relationship between Protestantism and the rise of the philosophy of the subject. 

Chapter eight focuses on the emergence of postmetaphysical thinking in the works of Hume and Kant. 

Finally, chapter nine, titled “The Linguistic Corporalization of Reason. From Subjective Spirit to the Communicatively Socialized Learning Subject,” focuses on the factors that catalyzed paradigm shifts, and concludes, for the moment, on certain motifs in the linguistic turn in the works of Herder, Schleiermacher, and Humboldt."


Maybe the title of Habermas's book is a reference to Johann Gottfried Herder's "Auch eine Geschichte der Philosophie zur Bildung der Menschheit" (1774) ["This Too a Philosophy of History for the Formation of Humanity"] and his book  "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" (1784-1791) ["Ideas for a Philosophy of the History of Mankind"]