Jürgen Habermas' lecture "Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" at the Goethe University in Frankfurt on June 19, 2019. Habermas' lecture begins at 18:16. (A fire alarm interrupted Habermas's lecture at 39:10. It has been cut out.) See Habermas paper here: "Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" (PDF).
On June 19, Jürgen Habermas gave a public lecture on “Moralität und Sittlichkeit” at the Goethe University Frankfurt. Nearly 3000 people attented the event - 600 in Hörsaal HZ1, where Habermas gave his lecture, and over 2000 were following the event on video screens in other locations at the university. Among the invited guests were Axel Honneth, Richard Bernstein, Seyla Benhabib, Cristina Lafont, Thomas McCarthy, Oskar Negt, Claus Offe, and Nancy Fraser. Four reports from the events: Thomas Assheuer in Die Zeit [NEW] Felix Kämper in Süddeutsche Zeitung Martin Steinhagen in Frankfurter Rundschau Michael Hierholzer in Frankfurter Allgemeine Zeitung Miryam Schellbach in Tageszeitung + my photos:
Birthday greetings to Jürgen Habermas in the newspapers:
In the culture section of "Die Zeit" (June 13): Alexander Cammann, Peter E. Gordon, Karl Heinz Bohrer, Martin Seel, Zhang Shuangli, Richard J. Bernstein, Eva Illouz, Manfred Frank, Armin von Bogdandy, Rahel Jaeggi, Kenichi Mishima, Helga Nowotny, Hartmut Rosa, Claus Offe, Rainer Forst, Axel Honneth, Andrea Sangiovanni, Rajeev Bhargava, Agnes Heller, Christoph Menke, Seyla Benhabib, Sigmar Gabriel, Ivan Krastev. In the culture section of "Neue Zürcher Zeitung" (June 16): Stefan Müller-Doohm, Georg Kohler & Wolfgang Hellmich. Otfried Höffe - "Ein deutscher Voltaire" (Frankfurter Rundschau, June 18) Arno Widmann - "Der gute Hirte der BRD" (Frankfurter Rundschau, June 18)
Heribert Prantl - "Der Philosoph der Entängstigung" (Süddeutsche Zeitung, June 17). Klaus Kaube - "Die Vernunft in der Gesellschaft" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, June 18)
* * * The President of Germany congratulates Jürgen Habermas Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas zum 90. Geburtstag am 18. Juni gratuliert. Der Bundespräsident schreibt: "Meine Glückwünsche gelten einer Stimme der kritischen Vernunft, die weit über Deutschland hinaus in der ganzen Welt Gehör gefunden hat – einem Aufklärer, der die Abgründe der Moderne durchmessen hat, ohne den bleibenden Anspruch einer Emanzipation des Menschen aufzugeben. Die philosophische Anstrengung, der Auflösung von allgemeinen Handlungsmaßstäben in historischen oder kulturellen Relativierungen zu begegnen, verdient Beachtung und Respekt auch der Politik. Denn sie hat wachsende politische Bedeutung in unserer Ära der Globalisierung, die der normativen Verständigung dringend bedarf. Eine verbindliche Ethik jedoch nicht nur zu behaupten, sondern aus ihren sozialen Bedingungen herzuleiten und zu begründen, dies ist zu Ihrem eigentlichen Projekt geworden. Sie haben damit die Möglichkeit des Dialogs und die Erreichbarkeit einer Friedensordnung gezeigt.
"Kleine politische Schriften" nannte Ihr Verlag mit Sinn für bundesrepublikanische Nüchternheit Ihre politischen Interventionen, die gleichwohl und zu Recht große Resonanz gefunden haben. Die Sprachkraft Ihrer Essays hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschaft die Bedeutung der liberalen Demokratie als Lehre aus den deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verinnerlicht hat. Einer Demokratie, die sich nicht in nationaler Identitätsverengung genügt, sondern sich europäisch vernetzt und verbunden weiß. Sie werben mit intellektueller Leidenschaft für die europäische Verantwortung Deutschlands. Ihre Ermahnung, dass die Europäische Union mehr politischen Gestaltungswillen und mehr Solidarität benötigt, um im globalen Rahmen als gelingendes Beispiel des Friedens gelten zu können, ist heute besonders nötig und wertvoll." The Mayor of Munich congratulates Jürgen Habermas. Goethe University congratulates Habermas. Birgitta Wolff, Angela Dorn, Kyra Beninga, Rainer Forst, Klaus Günther, Ferdinand Sutterlüty, Martin Saar, Thomas M. Schmidt, and Brigitte Geißel.
"Lübecker Nachrichten" (June 14, 2019) has an interview with Professor Oskar Negt, who was one of Habermas's assistents in the 1960s: "Oskar Negt über Jürgen Habermas" Excerpts: Q: Was haben Sie vor allem von ihm gelernt? A: "Eine nicht opportunistische Haltung. Das heißt eine Haltung, in der er bestimmte Linien konstant weiter verfolgte und sich auf jedes Gespräch einließ. Habermas gehört für mich zu jenen Personen, die argumentationswütig waren, wenn man das so sagen kann. Manchmal hat er auch im Gespräch die Argumente gegen sich gestärkt, um die Diskussion nicht abbrechen zu lassen." Q: War er einflussreicher als Philosoph oder als öffentliche Figur? A: "Ob als Philosoph, das werden wir wahrscheinlich jetzt bei den Veranstaltungen zu seinem Geburtstag am 19. und 20. Juni erfahren. Für mich persönlich war er einflussreich als ein politischer Intellektueller, der bei allen prekären gesellschaftlichen Problemlagen interveniert hat. Und zwar auf der Linie, die in Deutschland eher diskreditiert war: auf der Linie der Aufklärung. Die hat er konsequent verfolgt, und darin liegt auch seine große Bedeutung. Für mich liegt in seinen kleinen politischen Schriften sein eigentlicher Einfluss."
The culture section of the German weekly "Die Zeit" (June 13, 2019) features 23 articles in honor of Jürgen Habermas, who turns 90 on June 18:
Alexander Cammann - "Ein genialer Typ" Peter E. Gordon - "Seine Philosophie har die Lehren der Katastrophe verinnerlict" Excerpt: "Die bürgerliche Gesellschaft sei fest mit Privilegien verbunden, ihre Institutionen aber enthielten nichtsdestoweniger glaubhaft "die Idee ihrer eigenen Aufhebung". Dieses doppelte Bewusstsein bleibt einer der größten Vorzüge von Habermas’ Kritischer Theorie: Die normativen Energien, die wir für den sozialen Wandel brauchen, stehen uns bereits in dem unerfüllten Versprechen der öffentlichen Vernunft selbst zu Gebote. Sein Leben lang ist Habermas diesem Ideal treu geblieben. Dafür sollten wir ihm ewig dankbar sein."
Karl Heinz Bohrer - "Eine Erscheinung. Wie ein impulsiver Künstler" Excerpt: "Er könnte ein Maler, ein Dichter sein, eine Erscheinung, von der man Unerwartetes erwartet, die überrascht. Dem entspricht eine bei seinen philosophischen Zeitgenossen – sei es Niklas Luhmann oder Dieter Henrich – unvorstellbare Eigenschaft: die Neigung zu metaphorisch ausgestatteten Zornausbrüchen, zur explosiven, blumigen Schmährede, wenn es sich denn so ergibt – öffentlich, aber auch sehr gerne privat. Impulsivität! Nicht bloß, weil er ein Rheinländer ist."
Martin Seel - "In Machinenraum des Denkens" Jürgen Habermas (2016): "Wenn wir die Struktur der Sprache ohne Reserve verstehen wollen, müssen wir ihre Widerstandskraft gegenüber allen Tendenzen ihrer ideologischen Bereinigung beim Wort nehmen. So hat es bereits der junge Johann Gottfried Herder in seinen Fragmenten Über die neuere deutsche Literatur von 1767 gesehen. Angesichts zeitgenössischer Bemühungen, den Spielraum der Sprache einzuengen, besteht er darauf, "daß das Reich einer lebendigen Sprache Demokratie ist; das Volk regiert, und duldet keine Tyrannen: der Sprachgebrauch herrscht und ist schwer zu bändigen"".
Rainer Forst - "Was auf Spiel steht" Excerpt: "Er lässt freilich die Metaphysik Platons ebenso hinter sich wie die Kants und sucht die "transzendenz von innen", wie er dies einmal nannte, in der Rationalität, die in unserer alltäglichen kommunikativen Praxis selbst angelegt ist. Die Welt der Vernunft, in der Freie und Gleiche einander respektieren und sich diskursiv selbst bestimmen, ist damit Teil unserer Welt und weist doch weit über sie hinaus. Denn so frei und gleich sind wir faktisch nie. Und sind es doch, kontrafaktisch."
Axel Honneth - "Ein Spurenleser" Excerpt: "Wirft man einen Blick in das im Herbst erscheinende Riesenwerk Auch eine Geschichte der Philosophie, so kann man sich eines Schmunzelns nicht erwehren; wer sich im Alter bislang unverarbeitete Etappen der Philosophiegeschichte gänzlich neu anzueignen vermag, der kann seinen jugendlichen Wissensdurst und seinen stupenden Verarbeitungswillen nicht verloren haben. Und plötzlich weiß man, was einen an der Person stets am stärksten beeindruckt hat: gewiss die ruhelose Intellektualität, auch die synthetisierende Kraft des Denkens, vorrangig aber der jung gebliebene Wille, in allem, was theoretisch verfügbar ist, die Spuren einer sich in der Geschichte entfaltenden Vernunft der intersubjektiven Verständigung offenzulegen."
Andrea Sangiovanni - "Jürgen und Jack" [John Rawls] Rajeev Bhargava - "Ein neuer heller Stern" Agnes Heller - "Wir alle meinten, mit unserem Denken die Welt erlösen zu können" (interview) Excerpt: "Er blieb und bleibt als Philosoph ein anständiger Bürger, unabhängig von den Moden des Denkens. Mit dem politischen Tier Habermas habe ich immer sympathisiert, bei allen Unterschieden im Philosophischen. Heute bin ich auch mit seiner Philosophie der postsäkularen Gesellschaft einverstanden, in der die Religion ernst genommen wird. Aber der Mensch Jürgen Habermas ist mir viel wichtiger als die Frage, ob er Foucault verstanden hat. Würde ich eine Tragödie schreiben, so wäre Habermas der Held dieser Tragödie."
Christoph Menke - "Das Unbedingte und seine Verwirklichung" Excerpts: "Der Kritiker, der über das Wahre und das Falsche in Habermas’ Philosophie urteilen zu können meint, erkennt sich selbst als – Habermasianer." (.....) "Habermas denkt, dass die Verfahren des rationalen Diskurses und des liberal-demokratischen Rechtsstaats, die die Moderne ausgebildet hat, die Spannung zwischen Unbedingtheit und Verwirklichung in sich aushalten und austragen können: dass sie die institutionelle Lösung für ihr Zugleich sind. Aber das sind sie nicht; sie stellen diese Spannung still. Sie berauben die Wahrheit und die Gerechtigkeit ihrer Unbedingtheit."
Seyla Benhabib - "Wir sind keine Machinen. Wir sind Menschen" Excerpt: "Zu Recht kann sich Habermas den Titel des Weltbürgers mit Karl Jaspers teilen. Doch derzeit wird seine Idee einer deliberativen Öffentlichkeit, die ihre Bürger an ihren Entscheidungsprozessen beteiligt, durch die »postfaktische« Politik grundsätzlich infrage gestellt. Aus der Perspektive der politischen Philosophie gibt es keinen Zweifel daran, dass ein Verschwinden dieser kommunikativen Rationalität auch das Ende unserer Demokratien bedeutet."
Sigmar Gabriel - "Man sollte nie unvorbereitet zu ihm gehen" Excerpt: "Vor allem hier ist meine Partei Jürgen Habermas zu tiefem Dank verpflichtet, nicht nur weil die Sozialdemokratie seinem Denken und seinen Interventionen viele wichtige Impulse verdankt, sondern weil er stets zum unmittelbaren und auch persönlichen Gedankenaustausch bereit war."
Ivan Krastev - "Habe ihn nie zitiert" Excerpt: "Nachdem die europäische Demokratie in einer Krise steckt und die Notwendigkeit, sie zu bewahren, politisches und intellektuelles Engagement erfordert, ist mir klar geworden, dass man sich zur Verteidigung der demokratischen Regierungsform Europas hinter Jürgen Habermas’ Vision von demokratischer Politik stellen muss. So fühle ich mich wie Molières Monsieur Jourdain, als er entdeckt, dass er sein ganzes Leben lang Prosa gesprochen hat, ohne es zu wissen. Während ich dem Denken Dahrendorfs immer noch näher stehe, habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass ich als Habermasianer argumentiere."
On June 13-14, the University of Lodz hosts an international conference on Jürgen Habermas: "Normativity and Praxis: Celebrating the philosophical and intellectual achivements of Jürgen Habermas". The speakers are: Rainer Adolphi (Berlin) – "Lebenssphären und Lebensformen. Zur Tragweite der Max-Weber-Tradition bei J. Habermas" Hauke Brunkhorst (Flensburg) – "Kommunikative Vernunft und rächende Gewalt – Zur kritischen Theorie von Jürgen Habermas" Matthias Kettner (Witten/Herdecke) – "The Mystery of „Communicative Rationality“ dispelled" Peter Koller (Graz) – "Habermas Diskurstheorie des Rechts im Dilemma zwischen sozialtheoretischem Objektivismus und ethischem Normativismus" Georg Lohmann (Magdeburg) – "Habermas über Menschenrechte und Demokratie" Martin Matuštík (Tempe) – "Rituals and Algorithms: Postmetaphysical Thinking in Post-Secular Condition" Stephan Müller-Doohm (Oldenburg) – "Gibt es Grenzen nachmetaphysischen Denkens? Jürgen Habermas‘ Konzept von Normativität in der säkularisierten Gesellschaft" Alessandro Pinzani (Santa Catarina) – "Habermas and Capitalism" David M. Rasmussen (Boston) – "Populism and The Structural Transformation of the Public Sphere" Thomas M. Schmidt (Frankfurt) – "Prozedurale Demokratie und symbolische Repräsentation. Zur politischen Rolle von Religion in postsäkularen Gesellschaften" Gunnar Skirbekk (Bergen) – "Freedom of Expression. A Normative Justification of the Legal Protection of Freedom of Expression" [paper] Wang Xingfu (Shanghai) – "How Critical Theory Works in the Age of Decline"
A rumour that we hope is true: A public lecture by Jürgen Habermas at Goethe University Frankfurt on June 19, 2019 – the day after he turns 90 – with the title: “Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit”. Update May 31: Now confirmed! More information here.
The title refers to a lecture Habermas gave in 1982 at the University of Hamburg: "Über Moralität und Sittlichkeit – Was macht eine Lebensform ”rational”?. It was published in "Rationalität”, edited by Herbert Schnädelbach (Suhrkamp Verlag, 1984) and reprinted in Jürgen Habermas’s “Erläuterungen zur Diskursethik” (Suhrkamp Verlag, 1991), pp. 31-48. See also: * ”Moralität und Sittlichkeit: Treffen Hegels Einwände gegen Kant auch auf die Diskursethik zu?” (1986). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his ”Moral Consciousness and Communicative Action" (MIT Press, 1990). * “Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktische Vernunft” (1988). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Justification and Application” (MIT Press, 1993). *“Richtigkeit und Wahrheit. Zum Sinn der Sollgeltung moralischer Urteile und Normen” (1998). Available in his “Philosophische Texte bd. 3: Diskursethik" (Suhrkamp, 2009) and in English in his “Truth and Justification” (MIT Press, 2003).
On May 27, 2019, a book launching ceremony takes place at the university in Bad Homburg celebrating the launch of "The Cambridge Habermas Lexicon" edited by Amy Allen & Eduardo Mendieta (Cambridge University Press). See my post on the book here. Speakers: Matthias Lutz-Bachmann (Bad Homburg), Amy Allen (Pennsylvania State University), Eduardo Mendieta (Pennsylvania State University), Hilary Gaskin (Cambridge University Press), Rainer Forst (Frankfurt am Main) and Jürgen Habermas (Starnberg). More information here. Pictures from the event here.
The Cambridge Habermas Lexicon Ed. by Amy Allen & Eduardo Mendieta (Cambridge University Press, 2019) 850 pages From the Preface The Cambridge Habermas Lexicon is intended to be the “go to,” indispensable, and leading research tool for scholars, students, and general readers interested in the work of Jürgen Habermas. It is without doubt the most up-to-date resource on Habermas’s by now massive oeuvre, which spans nearly seven decades of philosophical and intellectual productivity. The Lexicon also aims to be an important bibliographical resource for those trying to make sense of the impact and reception of Habermas’s thought in twentieth- and early twenty-first-century European, North Atlantic, and global contexts. The editors are particularly honored and proud to include some of the top Habermas scholars from across the world. Habermas’s work has had a global reception, and the Lexicon aims to reflect this fact. Each entry aims to present the concept, figure, or philosopheme in question in a language that is thoroughly researched yet jargon-free, lucid, and comprehensive. Contents [PDF] Chronology of Jürgen Habermas I. TERMS 1. Aesthetics [PDF] - Pieter Duvenage 2. All-Affected Principle - Matthias Fritsch 3. Application and Justification - Rúrion Melo 4. Argumentation - Maeve Cooke 5. Authenticity - Alessandro Ferrara 6. Autonomy - Joel Anderson 7. Axial Age - Peter E. Gordon 8. Civil Disobedience - Juan Carlos Velasco 9. Civil Society - Jean L. Cohen 10. Colonization of the Lifeworld - Felipe Gonçalves Silva 11. Communicative Action - Hans-Peter Krüger 12. Communicative Competence - Amy Allen 13. Communicative Freedom - Peter Niesen 14. Communicative Power - Jeffrey Flynn 15. Communicative Rationality - David Strecker 16. Consensus - David Ingram 17. Conservatism - Robert C. Holub 18. Constitutional Patriotism - Dafydd Huw Rees 19. Constitutional State and Constitutionalization - Simone Chambers 20. Cosmopolitan Citizenship - Amos Nascimento 21. Counterfactual Presupposition - Federica Gregoratto 22. Critical Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 23. Critical Theory - Stefan Müller-Doohm 24. Deconstruction - Matthias Fritsch 25. Deliberative Democracy - Simone Chambers 26. Detranscendentalization - Melissa Yates 27. Discourse - Rúrion Melo 28. Discourse Ethics - Joseph Heath 29. Enlightenment - Matthias Lutz-Bachmann 30. Equality - Felipe Gonçalves Silva 31. Ethics and Morality - Adela Cortina and Jesús Conill 32. Europe - Dafydd Huw Rees 33. Facticity - Andrew Buchwalter 34. Feminism - María Pía Lara 35. Formal/Universal Pragmatics - Barbara Fultner 36. The Frankfurt School - Stefan Müller-Doohm 37. Free Will and Determinism - Joel Anderson 38. Functional and Social Integration - Todd Hedrick 39. Functionalist Reason - Todd Hedrick 40. Genealogy - Martin Saar 41. Hermeneutics - Hans-Herbert Kögler 42. Historians’ Debate - Robert C. Holub 43. Historical Materialism - Amy Allen 44. Human Nature - Lenny Moss 45. Human Rights - Regina Kreide 46. Ideal Speech Situation - David Rasmussen 47. Ideology - Robin Celikates 48. Illocutionary Force - María Pía Lara 49. Immanent Critique - Titus Stahl 50. Individuation - Allison Weir 51. Instrumental Reason - Melissa Yates 52. Intellectual - Max Pensky 53. Jewish Philosophy - Peter E. Gordon 54. Juridification - Daniel Loick 55. Justice - James Gordon Finlayson 56. Knowledge Anthropology - Amos Nascimento 57. Language and the Linguistic Turn - Cristina Lafont 58. Late Capitalism - Albena Azmanova 59. Law - Hugh Baxter 60. Learning Processes - David S. Owen 61. Legitimation - Joseph Heath 62. Lifeworld and System - Martin Hartmann 63. Linguistification - Maeve Cooke 64. Markets - Timo Jütten 65. Mass Culture - Chad Kautzer 66. Mass Media - Chad Kautzer 67. Migrants and Refugees - Juan Carlos Velasco 68. Modernity and Modernization - Alessandro Ferrara 69. Moral Development - Simon Laumann Jørgensen 70. Multiculturalism - Lorenzo C. Simpson 71. Multiple Modernities - Amy Allen 72. Naturalism - Melissa Yates 73. Nature - Steven Vogel 74. Performative Self-Contradiction - Lasse Thomassen 75. Philosophical Anthropology - Amos Nascimento 76. Philosophy of History - Camil Ungureanu 77. Philosophy of the Subject/Consciousness - Matthias Fritsch 78. Popular Sovereignty - Kevin Olson 79. The Positivism Debate - Robert C. Holub 80. Postcolonialism/Decoloniality - Eduardo Mendieta 81. Postliberal Society - Chad Kautzer 82. Postmetaphysical Thinking - Melissa Yates 83. Postmodernism and Poststructuralism - Daniel Loick 84. Postnational - Max Pensky 85. Power - David Strecker 86. Practical Reason - James Gledhill 87. Pragmatic Turn - Christopher Voparil 88. Pragmatism - Colin Koopman 89. Praxis - David Ingram 90. Principle of Self-Reconstruction - Marianna Papastephanou 91. Private and Public Autonomy - Christopher F. Zurn 92. Psychoanalysis - Noëlle McAfee 93. Public Sphere - Eduardo Mendieta 94. Race - Lorenzo C. Simpson 95. Radical Reformism - William E. Scheuerman 96. Rational Reconstruction - Daniel Gaus 97. Rationality/Rationalization - Isaac Ariail Reed and Abigail Cary Moore 98. Recognition - Mattias Iser 99. Reification - Timo Jütten 100. Religion - Eduardo Mendieta 101. Ritual and Myth - Edmund Arens 102. Rule of Law - Hugh Baxter 103. Secularization/Postsecularism - Javier Aguirre 104. Semantic Contents - María Pía Lara 105. Social Evolution - David S. Owen 106. Social Pathology - Christopher F. Zurn 107. Socialism/Marxism - Raphael Neves 108. Society - Christopher F. Zurn 109. Solidarity - Max Pensky 110. Speech Act - Barbara Fultner 111. Strategic Rationality - David Ingram 112. Subjective/Basic Rights - Jeffrey Flynn 113. Systematically Distorted Communication - Robin Celikates 114. Technology - Steven Vogel 115. Transitional Justice - Raphael Neves 116. Truth - Barbara Fultner 117. Universalization Principle and Discourse Principle - William Rehg 118. Utopia - Loren Goldman 119. Validity - Andrew Buchwalter 120. Validity Claim - Joseph Heath 121. Vulnerability - Joel Anderson 122. World Disclosure - Nikolas Kompridis II. NAMES 123. Theodor W. Adorno - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 124. Karl-Otto Apel - Amos Nascimento 125. Andrew Arato - Albena Azmanova 126. Hannah Arendt - Peter J. Verovšek 127. J. L. Austin - Lasse Thomassen 128. Robert Bellah - Matt Sheedy 129. Seyla Benhabib - Anna Jurkevics 130. Walter Benjamin - Max Pensky 131. Richard Bernstein - Vincent Colapietro 132. Ernst Bloch - Loren Goldman 133. Robert Brandom - Joseph Heath 134. Hauke Brunkhorst - Jeffrey Flynn 135. Ernst Cassirer - Peter E. Gordon 136. Cornelius Castoriadis - Michael C. Behrent 137. Jean Cohen - Amy Allen 138. Jacques Derrida - Giovanna Borradori 139. Émile Durkheim - Matt Sheedy 140. Enrique Dussel - Eduardo Mendieta 141. Ronald Dworkin - Hugh Baxter 142. Alessandro Ferrara - David Rasmussen 143. Jean-Marc Ferry - Michael C. Behrent 144. Rainer Forst - Jeffrey Flynn 145. Michel Foucault - Thomas Biebricher 146. Nancy Fraser - Rocío Zambrana 147. Sigmund Freud - Amy Allen 148. Hans-Georg Gadamer - Hans-Herbert Kögler 149. Arnold Gehlen - Tilo Wesche 150. Anthony Giddens - Alan Sica 151. Michael Hardt and Antonio Negri - Giovanna Borradori 152. G. W. F. Hegel - Andrew Buchwalter 153. Martin Heidegger - Nikolas Kompridis 154. Agnes Heller - Katie Terezakis 155. Dieter Henrich - Tilo Wesche 156. Axel Honneth - Mattias Iser 157. Max Horkheimer - John Abromeit 158. Edmund Husserl - James Swindal 159. Karl Jaspers - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 160. Hans Jonas - Eduardo Mendieta 161. Immanuel Kant - Matthias Lutz-Bachmann 162. Søren Kierkegaard - Martin Beck Matuštík 163. Otto Kirchheimer - Hubertus Buchstein 164. Lawrence Kohlberg - Simon Laumann Jørgensen 165. Karl Löwith - Eduardo Mendieta 166. Niklas Luhmann - Hans-Georg Moeller 167. Georg Lukács - Todd Hedrick 168. Jean-François Lyotard - Michael C. Behrent 169. Thomas McCarthy - William Rehg 170. Herbert Marcuse - Chad Kautzer 171. Karl Marx - Albena Azmanova 172. George Herbert Mead - Robert Danisch 173. Johann Baptist Metz - Edmund Arens 174. Javier Muguerza - Juan Carlos Velasco 175. Oskar Negt and Alexander Kluge - Robert C. Holub 176. Franz L. Neumann - William E. Scheuerman 177. Friedrich Nietzsche - Martin Saar 178. Claus Offe - Martin Hartmann 179. Talcott Parsons - Alan Sica 180. Charles S. Peirce - Vincent Colapietro 181. Jean Piaget - Jerry Wallulis 182. Helmuth Plessner - Lenny Moss 183. Karl Popper - Alan Sica 184. Hilary Putnam - Javier Gil 185. David Rasmussen - James Swindal 186. John Rawls - James Gledhill 187. Paul Ricoeur - Hans-Herbert Kögler 188. Richard Rorty - Vincent Colapietro 189. Erich Rothacker - Stefan Müller-Doohm and Roman Yos 190. Max Scheler - Eric J. Mohr 191. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling - Peter Dews 192. Carl Schmitt - William E. Scheuerman 193. Gershom Scholem - Peter E. Gordon 194. John Searle - Titus Stahl 195. Peter Sloterdijk - Jörg Schaub 196. Charles Taylor - Hartmut Rosa 197. Michael Theunissen - Tilo Wesche 198. Michael Tomasello - Johanna Meehan 199. Ernst Tugendhat - Santiago Zabala 200. Gianni Vattimo - Santiago Zabala 201. Max Weber - Alan Sica 202. Albrecht Wellmer - Maeve Cooke 203. Raymond Williams - Noëlle McAfee 204. Ludwig Wittgenstein - Nikolas Kompridis 205. Iris Marion Young - Allison Weir Bibliography Index [PDF]
Habermas und die Religion (2. Auflage) Hrsg. von Klaus Viertbauer & Franz Gruber (Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG, 2019) Kurzbeschreibung Seit Ende der 1980er-Jahre öffnet Habermas sich langsam dem Dialog mit akademischen Vertretern der Religion. Doch nimmt er Religion nicht einfach als eine soziologische Kategorie wahr, sondern tritt in einen tiefgreifenden Austausch mit Theologen und Religionsphilosophen. Der Band analysiert das Verhältnis von Habermas zur Religion erstmals umfassend und bestimmt es nicht nur in seiner historisch-genealogischen Tiefe, sondern ordnet es auch in der gegenwärtigen Diskurslandschaft ein. Für die vorliegende 2. Auflage wurde der Band durchgesehen und erweitert - so greift er nun auch die Rezeption der Religionsphilosophie Hegels auf und behandelt das aktuelle Thema der Bioethik. Inhalt [Leseprobe] Einleitung Von der Säkularisierungsthese zu einer postsäkularen Gesellschaft - Klaus Viertbauer I. Kontexte und Konstellationen 1. Jürgen Habermas und Kants Religionsphilosophie - Friedo Ricken 2. Habermas und Hegel als Denker der Moderne - Thomas M. Schmidt (NEU) 3. Schleiermacher und Kierkegaard in der Sicht "nachmetaphysischen Denkens" - Maureen Junker-Kenny 4. Habermas' partielle Zuwendung zum Pragmatismus - Ludwig Nagl 5. Habermas und die neue Metaphysik - Klaus Müller 6. Liberal, deliberativ oder dekonstruktivistisch? - Michael Reder II. Diskurse und Rezeptionslinien 7. Diskursethik und Leidenserfahrungen - Ottmar John 8. Habermas und die Öffentliche Theologie - Andreas Telser 9. Nicht zugänglich! Nicht verständlich! Nicht akzeptabel! [Englisch] - Maeve Cooke 10. Kommunikatives Handeln und Glaubensbegründung - Franz Gruber 11. Kommunikatives Vernunft, Religion und Gottesrede - Edmund Arens (NEU) 12. Sozialethik postsäkular? Diskursethik und katholische Soziallehre - Hans-Joachim Höhn 13. Jürgen Habermas und der Vernunft, den moralischen Status des Embryos diskursethisch zu begründen - Klaus Viertbauer (NEU) 14. Vom Ritual zur Sprache - Von der Sprache zum Ritual - Florian Uhl