Diskursethik als gattungsethische Wahrhaftigkeit
Eine Revision der Theorien von Apel und Habermas
von Dorothea Apel
(Verlag Karl Alber, 2026)
468 Seiten
Kurzbeschreibung
Was bedeutet Wahrhaftigkeit – und welche Rolle spielt sie in unserem moralischen Handeln? Dieses Buch unternimmt eine grundlegende Revision und Weiterentwicklung der Diskursethik von Jürgen Habermas und Karl-Otto Apel. Im Zentrum steht eine fundierte Neubestimmung des Begriffs der Wahrhaftigkeit, der in den klassischen Theorien der Diskursethik bislang fälschlich als Geltungsanspruch behandelt wurde und als solcher randständig geblieben ist. Die Autorin entwickelt demgegenüber die These, dass Wahrhaftigkeit – verstanden als Orientierung an den gattungsethischen Gütern des unhintergehbaren Diskurses – den moralischen Kern menschlichen Handelns bildet. Sie argumentiert, dass dieser diskursethische Maßstab auch dann seine Gültigkeit behält, wenn Diskurse faktisch scheitern oder nicht mehr verantwortbar sind.
Inhalt
Einleitung
Terminologische Anmerkungen
Kapitel I: Kritik am "Wahrhaftigkeitsanspruch" als "Geltungsanspruch der Rede"
Kapitel II: Das Gute versus das Gerechte
Kapitel III: Eine transzendentalpragmatische Neubestimmung von Wahrhaftigkeit
Überblick über den Argumentationsgang
