Monday, March 21, 2022

Workshop on Habermas' "Between Facts and Norms"

The 30th biennial World Congress of the International Association for the Philosophy of Law and Social Philosophy (IVR2022) will take place in Bucharest, Romania, from July 3-8, 2022. A special workshop will be organized on Jürgen Habermas' "Between Facts and Norms. Contributions to Discourse Theory of Law and Democracy. " (1992):

Jürgen Habermas' "Faktizität und Geltung". Thirty Years On, Revisiting Habermas' Legal Theory

The workshop will revisit the arguments put forward in Jürgen Habermas' book. "In particular, considering phenomena that have impacted modern law, such as legal globalization, transnational dialogue of theoretical traditions, and the discursive developments in legal theory and philosophy of law since 1992." 

All interested applicants are invited to send abstracts before May 31, 2022. More information here.

Convenors: Eduardo A. Chia & Daniel Dodds, Goethe University Frankfurt am Main.


Wednesday, February 09, 2022

Habermas gratulates Alexander Kluge

Jürgen Habermas gratulates Alexander Kluge in "Die Zeit" (February 10, 2022):

"Die vielen Farben des Eigensinns. Meinem Freunde Alexander Kluge zum 90." (paywall)

Excerpts:

Es war aber nicht (......) das Juristische an dem Juristen, was mich für Gespräche mit dieser hageren und unruhigen, sehr nervösen, fast schmerzhaft gedankengetriebenen Person einnahm. Alexander ist auch alles andere als ein soziales Wesen; trotz großer Sensibilität für die behutsame Pflege einer intakten Beziehung über viele Jahrzehnte ist Gemütlichkeit bis heute ein Schrecken für ihn. Für das stets gegenwärtige Bewusstsein der Distanz von anderen spricht wohl auch das stereotyp wiederholte, halb fragende "ja?" am Ende seiner Sätze, mit dem er noch im Kreise von Freunden glaubt, sich der Zustimmung seiner Gesprächspartner versichern zu müssen. (.....)

Wenn heute ein gespanntes Publikum seinen immer noch hastig vorgetragenen Assoziationsketten etwas atemlos nacheilt, lenkt der flüchtige Gestus seiner Gedankenwirbel eher ab von jener liebevollen Fixierung auf einzelne exemplarische Erfahrungen, die doch typisch ist für ihn. Solche Erfahrungen sollen eher der lokalen Vernunft eines Justus Möser als der transzendentalen Vernunft Kants anvertraut werden. Trotz dieser konservativen Neigung ist Kluge freilich der Tradition der Aufklärung unbeirrt treu geblieben. Aber nicht die philosophische Form des Gedankens war es dann, in der Kluge sich am besten ausdrücken würde, sondern die literarische Form einer sprunghaft komponierten, spröde versachlichenden, jedoch zugleich von poetischen Momenten getragenen Erzählung – ebenso wie die filmische Form der raschen Montage von "gestellten", fast immer irritierenden Bildern, die Gefühle provozieren.

Allerdings war mein Bild des jungen Juristen zunächst so festgefügt, dass ich in diesem die Begabung eines ungewöhnlichen, alsbald auch in der Öffentlichkeit anerkannten Schriftstellers und Filmemachers verkannt habe. Es muss bereits 1958 gewesen sein, als er mich über viele Monate mittags am Institut für Sozialforschung abholte und zum Mittagessen (zum "lunch" ging man noch nicht) nach Hause begleitete, um auf dem Wege mit seiner leise und suggestiv eindringlichen Stimme ohne Unterbrechung auf mich einzureden. Er verblüffte und irritierte mich mit Einfällen, wie er es heute noch tut. Aus dem Redefluss hoben sich undeutlich die Konturen etwas unzusammenhängender und eigentümlich verfremdeter Episoden heraus; ich gestehe, dass ich beim ersten Hören in jener hastig vorgetragenen Laufreihe skurriler, aus dem Rahmen fallender Gestalten die zeittypischen "Lebensläufe" nicht erkannt habe. Erst 1962, als das Buch endlich erschien, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.

Thursday, January 27, 2022

Stefan Müller-Doohm reviews “Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit”

In ”Neue Zürcher Zeitung” (January 27, 2022), Stefan Müller-Doohm reviews “Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit?” (Nomos, 2021) and Jürgen Habermas’ contribution ”Überlegungen und Hypothesen zu einem erneuten Strukturwandel der politischen Öffentlichkeit”:

”Rückzug in den geschlossenen Raum”
Vor sechzig Jahre analysierte Jürgen Habermas den Strukturwandel der Öffentlichkeit. Nun nimmt er die neuen Medien in den Blick

Excerpts:

Die ”Überlegungen und Hypotesen” des 92-jährigen Philosophen vermeiden es bewusst, noch einmal die historischen, soziologischen und politischen Befunde des Buches [”Strukturwandel der Öffentlichkeit” (1962)] zu rekonstruieren oder zu kommentieren. Vielmehr besticht Habermas auf den gut dreissig Seiten zum Abschluss des Bandes dadurch, dass er sich den gegenwärtingen Forschungsstand zu eigen macht und daraus die Argumente für eine eigene Diagnose über einen neuen Strukturwandel von Öffentlichkeit und Medien bezieht. Woran er festhält, ist das normative Konzept von Öffentlichkeit, verstanden als ”inklusiven Raum für eine diskursive Klärung konkurrierender Ansprüche auf Wahrheitsgeltung”. (…..)

Mit diesem Verweis auf den grundsätzlich ”agonalen Charakter” öffentlicher Debatten stellt Habermas klar, dass ihm nicht die Stimmenvielfalt in den Netzwerken sozialer Netzwerke Stein des Anstosses ist. Gravierender sei der Rückzug in den geschlossenen Raum einer kommunikativen Blase. Diese selbstreferenzielle Kommunikation in Echokammern von Gleichgesinnten gehe auf Kosten des demokratischen Meinungs- und Willensbildungsprozesses, der aus einer ”Flut von Dissensen (besteht), die von der wahrheitsorientierten Suche der Bürger nach rational akzeptablen Entscheidungen immer wieder von neuem aufgewühlt wird”.


Sunday, January 23, 2022

Interview with Habermas in "Sciences Humaines"

Interview with Jürgen Habermas in "Sciences Humaines":

"La foi en la raison", Sciences Humaines, no. 344, February 2022, pp. 24-28. (Paywall)

The interview is conducted by Isabelle Aubert.


Excerpts:

Que doit la philosophie aux pensées religieuses?

Pour le dire brièvement, l'universalisme de la pensée morale et des théries constitutionnelles - c'est-à-dire l'attention égale à la dignité et à l'autonomie de chacun - est dû à la manière dont la philosophie s'est approprié rationnellement un héritage religieux et a étendu son application. L'histoire de l'humanité nous apprend qu'il fut, en effet, décisif que les représentations morales profanes, nées des rapports de parenté et perfectionnées sur le plan culturel durant le premier millénaire avant Jésus-Christ, se soient liées aux images du monde universalistes qui émergeaient. D'un côte, ce n'est qu'au-delà de ce seuil que se produisit une moralisation du sacré, parce que les dieux mythiques corruptibles qui s'amusaient avec les êtres humains cédaient la place dorénavant à une justice abstraite sans ordre cosmique et au bon vouloir d'un dieu créateur et rédempteur. Mais, d'un autre côte, du fait de ce lien, les représentations morales ne se limitent plus de manière particulariste au cercle-circonscrit des parents et des concitoyens - et c'est ce qui m'importe ici. En effet, les éthiques de ces métaphysiques et religions mondiales étaient adressées à tous les êtres humains sans distinction. Pour le développement occidental de la philosophie, le droit naturel chrétien et la réception du droit romain furent d'une importance particulière; c'est, dans ce contexte, qu'est apparue la conception, décisive pour le droit moderne, des droits subjectifs (ndlr: liberté, égalité...). Enfin, E. Kant a surmonté, avec la morale rationnelle séculière, les barrières toujours existantes d'un universalisme centré sur les communautés religieuses mondiales et, à la suite de Jean-Jacques Rousseau, a également fondé sur le droit rationnel l'État constitutionnel démocratique. (......)

La pensée postmétaphysique cohabite-t-elle avec les croyances religieuses de manière malheureuse?

Pourquoi? Il ne faut pas confondre les traditions religieuses et leurs contenus avec les histoires violentes des Églises. Lorsque les citoyens laïques jettent un regard rétrospectif sur l’histoire de la sécularisation, ils reconnaissent aussi une partie de l’histoire de la raison dans les religions mondiales. Et dans nos sociétés, les religions se révèlent être des formes contemporaines de l’esprit objectif tant que les communautés religieuses reconnaissent trois faits de la modernité sociale: le pluralisme religieux, les fondements de l’État constitutionnel démocratique et le monopole que nous accordons au savoir institutionnalisé pour notre connaissance du monde.

Finalement, comment résumer votre démarche?

L’évolution de la rationalité occidentale est au point de rencontre entre une théorie critique de la communication et une étude de la pensée postmétaphysique. Ce sont les deux lignes de force que je me suis efforcé de dégager dans mes travaux.


Wednesday, December 29, 2021

Ute & Jürgen Habermas on Günter Fruhtrunk

In "Die Zeit" (December 30, 2021), Ute and Jürgen Habermas writes about the painter Günter Fruhtrunk (1923-1982) and his painting "Tagtraum Wiesengrund" (1978):

Unser Geschenk 

Eine Würdigung des Malers Günter Fruhtrunk, der im Mai 99 Jahre alt geworden wäre – und uns einst unter seltsamen Umständen ein Bild vermachte.

[The essay will also appear in Markus Ebner (ed.), Zuneigung (Leipzig: Spector Verlag, 2022)].

Excerpt:

"Der Titel unseres Bildes assoziiert vielleicht die musikalische Neigung des Komponisten Adorno zur frühen Romantik. Wie dem auch sei, neben dem Gesprengten Quadrat von 1975 ist Der Tagtraum eines der ganz wenigen Bilder, in denen sich die Dynamik der drängenden, manchmal sogar farblich schrillen, den Beobachter jedenfalls aufreizenden Konstruktionen zu einer reifen, ungewohnt gefassten Souveränität des Ausdrucks gewissermaßen beruhigt hat. In diesem Bild dürfen sich die senkrecht verlaufenden, durch feine dunkelblaue Linien voneinander getrennten, (von links nach rechts) grünen, schwarzen und gelben Streifen ausstrecken und zu breiteren Flächen so ausdehnen, dass damit die wie immer unschattiert monochromen Farben erst den Raum zur vollen Entfaltung ihrer suggestiven Wirkung gewinnen. Allein die gelbe, den Blick zuerst auffangende Fläche wird noch einmal von zwei parallel verlaufenden schmalen schwarzen Streifen durchzogen – aber auch so, dass insgesamt die Ausgewogenheit der Wirkung dieses senkrecht gegliederten Nebeneinanders der eher ausladenden Farbstreifen nicht beeinträchtigt wird. Diese beruhigende Wirkung zeigt sich sogar im Vergleich mit den etwa zeitgleich entstandenen, in ihrer Komposition dem Tagtraum ähnlichen Bildgruppen Erosion und Emanation; selbst sie sind für den Betrachter beunruhigender – im einen Fall durch ein grelles Dunkelrot, im anderen durch die stichige Zusammenstellung von Gelb und Violett.

Während das Werk im Ganzen eher die gewaltige Unruhe, ja Zerrissenheit einer Malerexistenz widerspiegelt, die in Verzweiflung enden wird, zeichnet sich der Tagtraum durch eine fast klassisch aufeinander abgestimmte Organisation der zu grünen, schwarzen und gelben Farbflächen ausgebreiteten Streifen aus. Von seinen konstruktivistischen Anfängen, die er nie verleugnete, hat sich Fruhtrunk entfernt, indem er die Dynamik seiner Farbkompositionen im Hinblick auf die sinnliche Erregung konzipierte, die diese im Auge des Betrachters mobilisieren soll. Mit dieser Dynamik schien er das Unstete und Getriebene seiner eigenen Existenz gleichzeitig ausdrücken und zähmen zu wollen." 

                   (Photo by Barbara Klemm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2009)
                  "Tagtraum Wiesengrund" (1978): Acrylic and vinyl paint on canvas. 140x195 cm.

Update 15-06-2024:

A colour photo taken by Peter Verovšek June 2024:



In 2022 Marcus Ebner painted this copy of Fruhtrunk's "Tagtraum Wiesengrund":

(Jacky Strenz's Gallery. Link)



New Papers on Rawls's Philosophical Legacy

The latest issue of the Italian journal "Etica & Politica" (vol. 23, no. 3, 2021) features articles on "John Rawls's Philosophical Legacy":

* Daniel Loewe & David Martínez - "Fifty Years of A Theory of Justice: Influences and Legacy" (PDF)

* Otfried Höffe - "John Rawls’ Philosophie der Gerechtigkeit" (PDF)

* James Gledhill - "A Theory of Justice as Rorschach Test" (PDF)

* David Martínez - "The Idea of an Overlapping Consensus and the Kantian Interpretation of Political Liberalism" (PDF)

* Frank I. Michelman - "Constitutional Rights and “Private” Legal Relations: A Note on a Rawlsian View" (PDF)

* Paula Casal  - "Gender, Social Justice, and Publicity" (PDF)

* Pierpaolo Marrone - "Shades of Communitarianism" (PDF)


Thursday, December 02, 2021

Interview with Habermas in "Philosophie Magazine"

Interview with Jürgen Habermas in the French "Philosophie Magazine" (no. 155, December 2021):

"La philosophie cesserait d’être elle-même si elle perdait des yeux ‘le tout’"

(Paywall)

Excerpt:

En France vient de paraître le premier tome de votre monumentale ”Histoire de la philosophie”, où il est notamment question du rôle de la philosophie. Quel est-il?

Les sciences progressent en se spécialisant de plus en plus; mais elles ne perdent pas pour autant leur caractère scientifique, elles ons plutôt tendance à le renforcer. La philosophie doit elle aussi continuer à se spécialiser sans cesse, dans la mesure où elle réfléchit à ces progrès de la connaissance. Mais elle cesserait d'être une philosophie si, ce faisant, elle perdait des yeux “le tout”. Je n'entends pas pas là - "le monde dans son ensemble" mais l'arrière-plan donné de manière seulement implicite, celui du monde de la vie, face auquel nous nous demandons ce que signifient, pour nous, les progrès scientifiques. Cette rèfèrence à nos personnes, comme individus contemporains et êtres humains en général, fait la dinstiction entre la compréhension philosophie de soi et les sciences, orientées méthodiquement vers leurs domaines d'objets respectifs. Avec mon dernier livre, j'ai aussi voulu montrer comment, avec Hume et Kant, se ramifient deux lignes de pensée qui s'éloignent l'une de l'autre comme deux continents à la dérive. L'une conçoit la philosophie comme une discipline scientifique parmi d'autres et qui se spécialise - ce qui n'est pas faux - sur la reconstruction rationelle d'un "su" déterminé et seulement intuitif - sur le savoir de la manière dont on perçoit ou ressent quelque chose, dont on agit ou dont on parle, dont on pratique la science ou dont on dit le droit. L'autre direction utilise ce savoir reconstitué pour apporter, avec un regard sur les problèmes pressant du moment, une constribution à la compréhension rationelle du monde et de soi-même par les générations contemporaines. Ces directions contraires sont du reste exposées à des risques complémentaires, ceux du scientisme et de l'amateurisme.



Sunday, November 28, 2021

Interview with Habermas in L'Obs

A new interview with Jürgen Habermas in the French magazine "L'Obs" (November 25, 2021):

"Nous vivons une époque de régression politique"

 (Behind a paywall)



Sunday, November 21, 2021

Richard Rorty's lectures on "Pragmatism as Anti-Authoritarianism"

Robert Brandom has uploaded videos of Richard Rorty's ten lectures "Pragmatism as Anti-Authoritarianism", delivered at the University of Girona, Spain, in 1996. The lectures have been published in a book earlier this year (edited by Eduardo Mendieta and with a foreword by Robert Brandom). [A preview here]

"Pragmatism as Anti-Authoritarianism" PART 1


Eight lectures:

1. Is knowledge the most distinctively human capacity (0:02:18)

2. Pragmatism as romantic utilitarianism (1:41:24)

3. Is the topic of truth relevant to democratic politics? (2:36:59)

4. Is reason unified by universalistic presuppositions? (3:34:59)

5. Introduction to McDowell's book (4:23:19)

6. Wilfrid Sellars and Donald Davidson (5:16:24)

7. Pan-relationalism, a vision of a world without substances, part I (7:12:35)

8. Pan-relationalism, a vision of a world without substances, part I (8:13:30)


"Pragmatism as Anti-Authoritarianism" PART 2.


Two lectures:

9. The distinction between morality and prudence (0:00.02)

10. Justice as a larger loyality (1:53:00)


Saturday, November 13, 2021

On the relationship between morality and ethical life

Jürgen Habermas' lecture at Goethe University Frankfurt on June 19, 2019, is now available in an English translation:

"Once again: On the relationship between morality and ethical life" [Open access]

(European Journal of Philosophy, vol. 29, no. 3 (2021), pp. 543-551).


You can read the original German version here:

“Noch einmal: Zum Verhältnis von Moralität und Sittlichkeit" (PDF). 

It has been published in Deutsche Zeitschrift für Philosophie vol. 67, no. 5 (2019), and in Rainer Forst & Klaus Günther (eds.), Normative Ordnungen (Berlin: Suhrkamp, 2021).


Friday, November 12, 2021

Updated Habermas bibliographies

 I have updated my Habermas bibliographies at HabermasForum.dk:

* Bibliography of works by Jürgen Habermas 1951-2021

* Habermas bibliography II: Articles, lectures, interviews, and books 1992-2021

* Articles and Books on Jürgen Habermas 1961-1981

* Articles and Books on Jürgen Habermas 1982-1991

* Articles and Books on Jürgen Habermas 1992-2000

* Articles and Books on Jürgen Habermas 2001-2009

* Articles and Books on Jürgen Habermas 2010-2021

I have published these lists of primary and secondary literature in various forms since 2001.

Note: If you wonder why my bibliographies have some similarity to the lists published by Luca Corchia, the reason is simple: A substantial part of his lists consists of texts which are copy-pasted from my work. This kind of plagiarism was already evident in the bibliography he published in “Il Trimestrale. The Lab's Quarterly” 1/2008 (University of Pisa): 21 pages – pp. 234-254 – are mostly a copy of my Habermas bibliography at HabermasForum.dk with added references to Italian translations. You can compare these pages by Corchia with my text (I have marked all the entries which are reproduced in Corchia’s bibliography) - and these pages with this. Even the web addresses of my links to the various online publications are copied. The plagiarism has continued over the years, including his latest paper uploaded at academia.edu: “Studies on Jürgen Habermas 1961-2020”. In this paper most of the information about reprints and English/German translations is copied from my bibliographies, see this sample. 

Please note that in the publication from 2008 - and various papers - his references (Gregersen etc.) are not accurate: He only mentions names and years, but fails to include any further details. For instance there are no references to the actual publications or web addresses.